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	<title>Christian Meister, Autor bei Tristyle – push your limit</title>
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	<description>Wir unterstützen Sportler aller Leistungslevels beim Erreichen ihrer sportlichen Ziele.</description>
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	<title>Christian Meister, Autor bei Tristyle – push your limit</title>
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		<title>Mehr als die Summe der einzelnen Teile – der LCC Wien Frühlingsmarathon 2022</title>
		<link>https://www.tristyle.at/lcc-wien-fruehlingsmarathon-2022/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christian Meister]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Apr 2022 23:23:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Marathon]]></category>
		<category><![CDATA[Trainingsplanung]]></category>
		<category><![CDATA[LCC Wien Frühlingsmarathon 2022]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Meinen letzten Blogeintrag habe ich nach dem Vienna City Marathon 2021 mit dem Fazit beendet, dass es vermutlich besser ist, nicht gleich das Sub-3-Ziel erreicht zu haben, denn dann wäre die Frage, was nun? Diese Frage kann ich nicht mehr umgehen, doch wie kam es dazu? Nach der Marathonvorbereitung im Herbst letzten Jahres war  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tristyle.at/lcc-wien-fruehlingsmarathon-2022/">Mehr als die Summe der einzelnen Teile – der LCC Wien Frühlingsmarathon 2022</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tristyle.at">Tristyle – push your limit</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><div class="fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling" style="--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;" ><div class="fusion-builder-row fusion-row"><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-one-full fusion-column-first fusion-column-last" style="--awb-bg-size:cover;--awb-margin-bottom:0px;"><div class="fusion-column-wrapper fusion-flex-column-wrapper-legacy"><div class="fusion-text fusion-text-1" style="--awb-text-transform:none;"><p><a href="https://www.tristyle.at/das-ganze-leben-ist-ein-marathon/">Meinen letzten Blogeintrag</a> habe ich nach dem Vienna City Marathon 2021 mit dem Fazit beendet, dass es vermutlich besser ist, nicht gleich das Sub-3-Ziel erreicht zu haben, denn dann wäre die Frage, was nun? Diese Frage kann ich nicht mehr umgehen, doch wie kam es dazu?</p>
<p>Nach der Marathonvorbereitung im Herbst letzten Jahres war eine sehr gute Basis geschaffen. Ich fühlte mich fit, konnte die Trainingsumfänge gut bewältigen, die jeweiligen Trainingszeiten sowie Tempi bei Intervallläufen einhalten und das wichtigste: ich blieb über den Winter hindurch gesund. Als <strong>Wettkampfziel</strong> für die erste Jahreshälfte habe ich mir den <strong>LCC Frühlingsmarathon auf der Prater Hauptallee</strong> ausgesucht, da mir persönlich kleinere Veranstaltungen mehr zusagen, als große Laufsportveranstaltungen wie der Vienna City Marathon (VCM). Zudem sind für mich die LCC-Rennen persönlich, überschaubar und mit viel Herz organisiert. Weiters sprach für die Teilnahme am LCC Frühlingsmarathon auch die Strecke selbst, da diese einerseits komplett flach ist und andererseits auch alle 3–4 Kilometer die Möglichkeit der (Eigen-)Verpflegung gegeben ist.</p>
<h3>Vom Plan zur Vorbereitung</h3>
<p>Nachdem das Event fixiert war, <strong>entwickelte das Tristyle-Team das Konzept, den Plan sowie den Trainingsaufbau ab Weihnachten</strong>. Dabei wurden die Intensitäten angezogen und die Tempoeinheiten sowie die Long-runs länger. Ich merkte wie die Formkurve weiter nach oben ging, was sich auch in den Trainingsdaten zeigte. Ein <strong>Marathon unter 3 Stunden</strong> sollte jedenfalls möglich sein – so zumindest in der Theorie, doch was zeigt die Praxis. Genau diese Praxisumsetzung machte mich auch die Tage zuvor zunehmend angespannt und fokussiert. Ich war froh endlich die Leistung zu zeigen und um die Nervosität auch auf einem gesunden Level zu halten, half mir die Frage, was wäre das Schlimmste, was passieren könnte? Die Antwort für mich ist, dass bei einem DNF (eigentlich) nichts passieren würde. Meine Familie liebt mich nach wie vor, das Training und die Vorbereitung haben mich auf einen guten Fitnesslevel gebracht, ich habe Erfahrungen für zukünftige Rennen gesammelt und verdiene mit dem Laufsport nicht meinen Lebensunterhalt. Das ist schon mal beruhigend, aber bei einem Ausstieg oder Nichterreichen des Ziels bliebe dennoch die persönliche Enttäuschung, die auch ausreicht, um fokussiert und angespannt im Vorfeld zu sein.</p>
<h3>Der Wettkampftag</h3>
<p data-wp-editing="1"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignleft wp-image-27650" src="https://www.tristyle.at/wp-content/uploads1/2022/04/blog_LCC-Wien-Fruehlingsmarathon-2022-06.jpg" alt="Mehr als die Summe der einzelnen Teile – der LCC Wien Frühlingsmarathon 2022, Blogartikel von Christian Meister" width="200" height="267" />Endlich war der Wettkampftag (10. April 2022) da und nach dem gewohnten Frühstück mit Haferflocken und den weiteren Vorwettkampfvorbereitungen wie Equipment packen etc. ging es zum Wiener Erst-Happel-Stadion, ehe es kurz aufgewärmt um 9 Uhr an den Start ging. <strong>Etwa 400 Athleten:innen</strong> waren dabei, wobei nur <strong>etwas mehr als 40 davon die Marathondistanz</strong> absolvierten. Die weiteren Teilnehmer:innen traten in den Disziplinen Nordic-Walking, 7-Km sowie Halbmarathon an. Das überschaubare Startfeld rollte bei eher kalten 8 Grad, Sonnenschein und teilweise stärkeren Windböen los.</p>
<p data-wp-editing="1">Meine <strong>Anfangspace war für 4:15min/Km geplant</strong>, um insgesamt unter 3 Stunden zu bleiben, wobei ich auf den ersten Kilometern bereits unter der Zeitvorgabe lag. Es fühlte sich gut an und auch nicht so, dass ich ein großes Risiko eingehen würde, den Lauf nicht beenden zu können. Gelaufen wurde auf <strong>6 Runden à 7 Km</strong> (AIMS vermessen) und nach dem Halbmarathon fühlte ich mich noch soweit frisch. Meine <strong>Ernährungsstrategie</strong> war, alle 7 Km 250ml Maurten 360 (Hydro-Gel), d.h. pro 7 KM ca 40g Kohlenhydrate ab der zweiten Runde zu mir zu nehmen. Das ging sehr gut auf und ich hielt ohne Magenbeschwerden durch. Aufgrund des kleinen Teilnehmer:innen-Feldes liefen kaum Gruppen gemeinsam und eher einsam spulte ich die Kilometer herunter. Im Kopf hilfreich war es für mich, bei jeder Km-Tafel diese geistig wegzustreichen. Ab Kilometer 28 dachte ich dann daran, dass auf das Ziel nur mehr 14 Kilometer – meine „Stammrunde“ im Training – noch fehlte. Noch mehr aber halfen die Anfeuerungen meiner Frau und einer sehr guten Freundin, die ich alle 3 bis 4 Km sah.</p>
<p data-wp-editing="1">Die Oberschenkelaußenseiten begannen ab Kilometer 30 zu ziehen und ab Kilometer 40 freute ich mich auf das Heimrollen zum Ziel mit Rückenwind. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich schon, dass es jedenfalls eine Zeit unter 3 Stunden werden wird und freute mich innerlich, das Ziel bald erreicht zu haben. Als der Moderator beim Zieleinlauf auch noch verkündete, dass ich der 2. im Ziel bin, freute ich mich neben der Zeit von <strong>2h53min36sec</strong> noch mehr. Weiters erreichte ich den <strong>ersten Platz in meiner Altersklasse M40</strong>, zu der ich erst seit diesem Jahr gehöre. Nach der doch großen Anspannung eine Erleichterung, eine riesen Freude und eine positive Überraschung. Das Ziel ist für mich mehr als erreicht und darüber hinaus habe ich auch noch einen Pokal erhalten, der mir symbolisch für das Training und die sportliche Entwicklung der letzten Jahre sehr viel bedeutet.</p>
<h3>Laufen und Marathon als Einzelsport?</h3>
<p data-wp-editing="1"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-27651" src="https://www.tristyle.at/wp-content/uploads1/2022/04/blog_LCC-Wien-Fruehlingsmarathon-2022-05.jpg" alt="Mehr als die Summe der einzelnen Teile – der LCC Wien Frühlingsmarathon 2022, Blogartikel von Christian Meister" width="800" height="533" />Habe ich das alleine geschafft? Meine Antwort darauf ist: „Nein“ und obwohl Laufen auf den ersten Blick als Einzelleistung erscheint ist es das für mich nicht. In meinem Fall ist die Leistung meiner <strong>Familie</strong> und deren Verständnis, dem Training und der Trainingssteuerung durch das tolle <strong>Tristyle-Trainerteam</strong> und natürlich <strong>mir selbst</strong> mit dem konsequenten Training zuzuschreiben. Interessant ist auch die Frage, welchen Anteil am Erfolg jeder dieser drei Teile hat? Für mich hat jeder 100 % an der Zielerreichung beigetragen, denn fehlt nur ein Teil, brechen die anderen Teile weg und führen nicht mehr zum gewünschten Erfolg:</p>
<ul>
<li>Ohne der Unterstützung (tagtäglich und vor Ort bei einem Rennen) und dem Verständnis meiner Familie wäre das Thema Laufen mit Ablehnung und Konflikten verbunden – was wiederum dem Trainingserfolg schadet.</li>
<li>Ohne einen zielgerichteten Plan und einer nachhaltigen Trainingssteuerung durch Tristyle kann ich die gesetzten sportlichen Leistungen nicht optimal erreichen beziehungsweise habe ein höheres Verletzungsrisiko.</li>
<li>Ohne konsequentes Training durch mich als Athleten, Spaß am Laufen und an der Bewegung, Achtung vor dem Körper und dessen Signale geht es nicht.</li>
</ul>
<p>Mein großer Dank gilt daher meiner Familie und dem Team von Tristyle! VIELEN DANK und wir sind mehr als die Summe der einzelnen Teile.<br />
Bleibt noch die Frage offen, wie es nun weitergeht und was kommt nach der Erreichung des 3 Stunden-Ziels? Ganz konnte ich diese Frage noch nicht für mich beantworten und ein weiterer Marathon im Herbst wird es noch werden. Die Fitnessbasis ist gegeben und darauf kann ich sehr gut aufbauen. Ich freue mich auf die weiteren sportlich herausfordernden Ziele, aber erstmals über das, was ich – nein WIR – erreicht haben.</p>
</div><div class="fusion-clearfix"></div></div></div></div></div><div class="fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-2 nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling fusion-equal-height-columns" style="--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-padding-top:24px;--awb-padding-right:24px;--awb-padding-bottom:24px;--awb-padding-left:24px;--awb-margin-top:48px;--awb-margin-bottom:0px;--awb-background-color:#ebedee;--awb-flex-wrap:wrap;" ><div class="fusion-builder-row fusion-row"><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-1 fusion_builder_column_1_5 1_5 fusion-one-fifth fusion-column-first" style="--awb-bg-size:cover;--awb-margin-bottom:0px;width:20%;width:calc(20% - ( ( 24px ) * 0.2 ) );margin-right: 24px;"><div class="fusion-column-wrapper fusion-flex-column-wrapper-legacy"><div class="fusion-column-content-centered"><div class="fusion-column-content"><div class="fusion-image-element in-legacy-container" style="--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);"><span class=" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-1 hover-type-none"><img decoding="async" width="180" height="180" alt="Christian Meister" title="Christian-Meister" src="https://www.tristyle.at/wp-content/uploads1/2021/09/Christian-Meister.png" class="img-responsive wp-image-23161" srcset="https://www.tristyle.at/wp-content/uploads1/2021/09/Christian-Meister-66x66.png 66w, https://www.tristyle.at/wp-content/uploads1/2021/09/Christian-Meister-100x100.png 100w, https://www.tristyle.at/wp-content/uploads1/2021/09/Christian-Meister-150x150.png 150w, https://www.tristyle.at/wp-content/uploads1/2021/09/Christian-Meister.png 180w" sizes="(max-width: 180px) 100vw, 180px" /></span></div></div></div><div class="fusion-clearfix"></div></div></div><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-2 fusion_builder_column_4_5 4_5 fusion-four-fifth fusion-column-last" style="--awb-bg-size:cover;--awb-border-color:rgba(119,132,138,0.2);--awb-border-top:0;--awb-border-right:0;--awb-border-bottom:0;--awb-border-left:0;--awb-border-style:solid;--awb-margin-bottom:0px;width:80%;width:calc(80% - ( ( 24px ) * 0.8 ) );"><div class="fusion-column-wrapper fusion-flex-column-wrapper-legacy"><div class="fusion-column-content-centered"><div class="fusion-column-content"><div class="fusion-text fusion-text-2" style="--awb-text-transform:none;"><div data-animationtype="fadeInUp" data-animationduration="0.5" data-animationoffset="100%">
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<h3><b class="gmail_sendername" dir="auto">Christian Meister</b></h3>
<p>Betriebswirt, HR-Manager, Business-Coach und  vor allem liebender Familienvater (2 Kinder) sowie passionierter Läufer (seit 2008). Neben Laufen auch interessiert an Alternativsportarten wie Rennrad und Schwimmen. Lebt in Wien und versucht als Steirer möglichst oft aufs Land zu kommen und die Natur sportlich zu genießen.</p>
</div>
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</div>
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		<title>Das ganze Leben ist ein Marathon</title>
		<link>https://www.tristyle.at/das-ganze-leben-ist-ein-marathon/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christian Meister]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Sep 2021 16:20:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Marathon]]></category>
		<category><![CDATA[Trainingsplanung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Wenn du laufen willst, lauf eine Meile. Wenn du ein neues Leben kennenlernen willst, dann laufe Marathon.“ – dieses Zitat stammt von Emil Zátopek, der nicht nur als tschechischer Olympiasieger im Marathon 1952 glänzte, sondern auch durch markige Sprüche oftmals aufzeigte. Philosophisch betrachtet ist das ganze Leben ja irgendwie ein Marathon, mit Höhen und  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tristyle.at/das-ganze-leben-ist-ein-marathon/">Das ganze Leben ist ein Marathon</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tristyle.at">Tristyle – push your limit</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><div class="fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-3 nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling" style="--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;" ><div class="fusion-builder-row fusion-row"><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-3 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-one-full fusion-column-first fusion-column-last" style="--awb-bg-size:cover;--awb-margin-bottom:0px;"><div class="fusion-column-wrapper fusion-flex-column-wrapper-legacy"><div class="fusion-text fusion-text-3"><p><img decoding="async" class="alignleft wp-image-23164" src="https://www.tristyle.at/wp-content/uploads1/2021/09/VCM-2021-2.jpg" alt="Christian Meister" width="350" height="735" />„Wenn du laufen willst, lauf eine Meile. Wenn du ein neues Leben kennenlernen willst, dann laufe Marathon.“ – dieses Zitat stammt von Emil Zátopek, der nicht nur als tschechischer Olympiasieger im Marathon 1952 glänzte, sondern auch durch markige Sprüche oftmals aufzeigte. Philosophisch betrachtet ist das ganze Leben ja irgendwie ein Marathon, mit Höhen und Tiefen, Emotionen, Freude, Konsequenz, Durchhalten und Resilienz &#8211; da gebe ich Emil Zátopek jedenfalls recht.</p>
<p>Dieses Denken hat mich <strong>2008</strong> noch nicht geleitet, als ich <strong>mit dem Laufen begonnen</strong> habe. Hintergrund war vielmehr, eine Grundfitness zu schaffen, nachdem ich bei einem Hobbyfussballspiel sehr schnell außer Atem kam. Nach moderaten drei Laufjahren und einem Start im Rahmen eines VCM Staffelmarathonstarts im Jahr 2011 hat mich die Faszination Marathon ergriffen. Im Oktober 2011 stand ich zum <strong>ersten Mal an einer Startlinie</strong> für 42,195 KM in Graz mit dem Ziel, diese Distanz in weniger als vier Stunden zu schaffen. Letztlich kam eine Zielzeit von <strong>3h59min57sec</strong> heraus – Punktlandung und Euphorie. Es folgten Starts in Wien und nochmals in Graz, ehe ich zwischen 2014 und 2019 an keiner Startlinie mehr gestanden habe, jedoch in Eigenregie &#8211; unstrukturiert und ohne Trainer:in &#8211; weiterhin konstant am Ball geblieben bin. Während dieser Jahre hätte man mich aufwecken können und sagen können: „Lauf einen Marathon zwischen 3h30 und 3h45“ und es hätte geklappt. Das Fitnesslevel hielt ich konstant hoch. Was mich reizte? Nicht die Läufe sondern das Wissen, dass ich die jeweiligen Zeiten laufen könnte.</p>
<p><strong>2019</strong> kam ich über einen Freund wieder zum VCM und habe mit konsequentem Training eine Zeit von <strong>3h25min</strong> erreicht sowie beim <strong>LCC Herbstmarathon 2020</strong> (in der Corona-Edition) unter entrischen Bedingungen im Halbdunkeln auf der Prater Hauptallee an einem Sonntag-Nachmittag eine Zeit von <strong>3h09min</strong> erreicht. Das war meine bisherige Bestzeit. Soviel zur Vorgeschichte. Ich bin in den letzten zwei Jahren im Jahresdurchschnitt auf mehr als 100 Wochenkilometer gekommen und bei mir stellte sich die Frage, ob das wirklich alles war und was ich mit Ende 30 läuferisch noch erreichen kann? Eine Leistungsdiagnose war hierzu für mich eine gute Ausgangsbasis. So kam ich nach einer Internetrecherche zu Tristyle und absolvierte im Studio die <strong>Leistungsdiagnose am Laufband</strong>. Die daraus resultierenden <strong>Werte zeigten</strong>, dass wie ich vermutet habe, in der aktuellen Fitness <strong>eine Zeit unter 3h-Marathon erreichbar sein müsste</strong>. <strong>So startete meine Zusammenarbeit mit Elisabeth Niedereder und dem Tristyle-Team per Juli 2021 mit dem Ziel, den Marathon in Wien unter 3 Stunden zu laufen.</strong> In den letzten Wochen habe ich jede der in die Tristyle-App eingestellten Trainingseinheiten absolviert und die Varianz sowie die neuen Trainingsimpulse genossen. Tempoeinheiten, regenerative Läufe, Long-Jogs, GA1 und GA2-Läufe, Alternativtrainigs und Bodyweight sowie Streching sind neue Inputs und es tat mir sowie meinem alten Trainingstrott sehr gut. In dieser Zeit habe ich meine Geschwindigkeit wesentlich erhöhen können sowie gefühlt für mich ein neues läuferisches Level erreicht. Das möchte man natürlich auch am Zeitpunkt X – in meinem Fall beim geplanten Wettkampf <strong>Vienna City Marathon 2021</strong> – zeigen und die <strong>Zielsetzung war ein Sub-3-Marathon</strong>.</p>
<p>In den Tagen vor dem Marathon-Start hegte ich teilweise Zweifel, ob das aktuelle Fitnesslevel wirklich ausreicht, um mein Ziel zu erreichen. Der Kopf und die Gedanken schützen einen auch, sich selbst weh zu tun. Die Vorbereitungen liefen gut und auch meine Gedanken waren bereits in den Vortagen intensiv beim Marathon. Auch mein familiäres Team war mit am Start: meine Frau und meine beiden Kinder – denen besonderer Dank gilt, da ich ohne sie sowohl das Training als auch jedes bisherige Rennen nie so gut geschafft hätte. Trotz aller Vorbereitung und Training war ich jedenfalls vor dem Start ungewöhnlich angespannt und fokussiert beziehungsweise froh, als endlich der Renntag kam.</p>
<p>Der Tag startete um 6 Uhr morgens mit einer großen Schüssel Haferflocken und ausreichend Flüssigkeit, ehe es um 7:30 Uhr zum Start ging. Das Startsackerl hatte ich schon am Vortag gerichtet, um jeglichen kurzfristigen Stress am morgen zu vermeiden. Nach der Ankunft im Startbereich das übliche Prozedere und Eindrücke wie Abgabe des Startsackerls, lange Wege, herumirrende Läufer, sich einlaufende Menschen, lange Schlangen vor den Dixi-Klos, epochale Musik, Nationalhymne, die Welle für die TV-Bilder, Sponsorenwerbung, anheizende Moderatoren und so weiter. Die einen mögen diesen bunten Mix an Eindrücken am Start, die anderen nicht. Ich gehöre eher zur letzteren Gruppe und gehe vor dem Start noch gerne in mich beziehungsweise habe es gerne ruhig. Punkt 9 Uhr und zwei Minuten nach den Elite-Läufern fiel der Startschuss und ich starte vom Block I. Elisabeth hat geraten, <strong>die ersten Kilometer</strong> in einer <strong>Pace von 04:20</strong> zu laufen und gegebenenfalls kontinuierlich zu steigern. Es lief gut an und eine <strong>Pace von 04:15 war gut haltbar</strong> – ab in die Prater Hauptallee auf den Spuren des Sub-2-Marathonjahrhunderläufers Eliud Kipchoge, die Lände herauf und bei KM 12, Naschmarkt, wartete meine Familie mit Eigenverpflegung (Maurten Hydrogel 320) und Anfeuerungen. Es war zu dieser Zeit bereits recht warm mit Temperaturen von über 20 Grad Celsius und stadtauswärts teilweisen Windböen. Nach der Schleife beim Schloss Schönbrunn ging es wieder retour und bei KM 19 war der zweite Verpflegungs- und Treffpunkt mit meiner Familie. <strong>Bis Halbmarathon lief alles soweit nach Plan mit einer Durchgangszeit von 1h30 min geschafft.</strong> Die folgenden Kilometer gehen sanft bergab und die Pace lässt sich leichter halten bzw. habe ich versucht ein Zeitguthaben aufzubauen. Es folgte die Lände dem Donaukanal runter, KM 26 nächster familiärer, privater Verpflegungspunkt, wieder Maurten Hydrogel. Warm ist es und der Wind kam gefühlt aus unterschiedlichsten Richtungen. Zum zweiten Mal in die Prater Hauptallee, Stadion, Lusthaus sowie wieder retour durch die Motivation der Bilder von Eliud Kipchoge im Kopf positiv getragen. Dennoch wurde es zunehmend mühsam, einerseits die Beine, anderseits der Kopf. Bin zu diesem Zeitpunkt heilfroh, wenn der Marathon endlich vorüber ist und es wird schwerer, die Pace zu halten. Ein positiver Split wie aus dem Lehrbuch tritt ein und die Pace fällt auf teilweise 4:30 min herunter. KM 37 und letzte private Verpflegungsstation. Ich verabschiede meine Familie „bis gleich daheim“ und laufe die Flasche greifend die Rustenschacherallee in Richtung Ziel.</p>
<p><strong><img decoding="async" class="alignleft wp-image-23165" src="https://www.tristyle.at/wp-content/uploads1/2021/09/VCM-2021-1.jpg" alt="Christian Meister" width="350" height="466" />Ich sah ab KM 32, dass eine Sub-3-Zeit nicht mehr möglich ist, jedoch eine starke Verbesserung</strong> gegenüber meiner bisherigen Bestzeit von 03h09min jedenfalls <strong>schaffbar</strong> ist. Es trat das Alternativszenario ein und ich wollte das Rennen sicher durchbekommen. Gedanklich teilte ich mir die letzten KM in mir bekannte Trainingsstrecken ein, um es mir kurzweilig erscheinen zulassen. Besagter Emil Zátopek sagte Überlieferungen nach auch mal: „Der Marathon ist ein sehr langweiliger Wettkampf.“ Ich war daher immer wieder dankbar für Anfeuerungen vom Streckenrand und das half auf den letzten beiden Kilometern am Ring noch sehr gut um mich selbst voranzubringen. Endlich das 500m-Schild und ich versuche die Geschwindigkeit noch anzuziehen. <strong>Mit dem Wissen, dass ich mein B-Ziel sehr gut erreicht habe, kam ich strahlend ins Ziel und schaffte die Distanz in 3h02min38sec.</strong> Sub-3 klar verfehlt und ein Suchen nach Ausreden bezüglich Wärme, Wind etc. ist müßig. Habe ich alles gegeben? Meine Emotion schwankte im Ziel zwischen Lachen und Weinen. Mit meiner Finisher-Medaille um den Hals torkelte ich aus dem Zielbereich, holte meine Sachen und schickte ein Ziel-Selfie an meine Familie. Geschafft und ich bin froh darüber. Bin ich zufrieden? Das B-Ziel habe ich erreicht und die Zielzeiten waren generell nicht so gut. Eine <strong>Verbesserung gegenüber der bisherigen Bestzeit um mehr als 6 min</strong> ist in diesem Bereich jedenfalls respektabel. Weiters ist die Platzierung mit <strong>Gesamtrang 115</strong> für mich sehr gut. Ich habe weiters gesehen, wie gut das Training in den letzten Wochen angeschlagen hat und ich freue mich auf weitere spannende Trainingseinheiten sowie die weitere Zusammenarbeit mit Tristyle.</p>
<p>Als Fazit kann ich sagen, dass es vermutlich besser ist, nicht gleich das Sub-3-Ziel erreicht zu haben, denn dann wäre die Frage, was nun? Diese Frage kann ich nun umgehen und <strong>nach dem Marathon ist ja bekanntlich vor dem nächsten Marathon</strong>. Bis dahin erfreue ich mich des Trainings und dem Wissen, was wäre gewesen wenn.</p>
</div><div class="fusion-clearfix"></div></div></div></div></div><div class="fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-4 nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling fusion-equal-height-columns" style="--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-padding-top:24px;--awb-padding-right:24px;--awb-padding-bottom:24px;--awb-padding-left:24px;--awb-margin-top:48px;--awb-margin-bottom:0px;--awb-background-color:#ebedee;--awb-flex-wrap:wrap;" ><div class="fusion-builder-row fusion-row"><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-4 fusion_builder_column_1_5 1_5 fusion-one-fifth fusion-column-first" style="--awb-bg-size:cover;--awb-margin-bottom:0px;width:20%;width:calc(20% - ( ( 24px ) * 0.2 ) );margin-right: 24px;"><div class="fusion-column-wrapper fusion-flex-column-wrapper-legacy"><div class="fusion-column-content-centered"><div class="fusion-column-content"><div class="fusion-image-element in-legacy-container" style="--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);"><span class=" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-2 hover-type-none"><img decoding="async" width="180" height="180" alt="Christian Meister" title="Christian-Meister" src="https://www.tristyle.at/wp-content/uploads1/2021/09/Christian-Meister.png" class="img-responsive wp-image-23161" srcset="https://www.tristyle.at/wp-content/uploads1/2021/09/Christian-Meister-66x66.png 66w, https://www.tristyle.at/wp-content/uploads1/2021/09/Christian-Meister-100x100.png 100w, https://www.tristyle.at/wp-content/uploads1/2021/09/Christian-Meister-150x150.png 150w, https://www.tristyle.at/wp-content/uploads1/2021/09/Christian-Meister.png 180w" sizes="(max-width: 180px) 100vw, 180px" /></span></div></div></div><div class="fusion-clearfix"></div></div></div><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-5 fusion_builder_column_4_5 4_5 fusion-four-fifth fusion-column-last" style="--awb-bg-size:cover;--awb-border-color:rgba(119,132,138,0.2);--awb-border-top:0;--awb-border-right:0;--awb-border-bottom:0;--awb-border-left:0;--awb-border-style:solid;--awb-margin-bottom:0px;width:80%;width:calc(80% - ( ( 24px ) * 0.8 ) );"><div class="fusion-column-wrapper fusion-flex-column-wrapper-legacy"><div class="fusion-column-content-centered"><div class="fusion-column-content"><div class="fusion-text fusion-text-4"><div data-animationtype="fadeInUp" data-animationduration="0.5" data-animationoffset="100%">
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<h3><b>Christian Meister</b></h3>
<p>Betriebswirt, HR-Manager, Business-Coach und  vor allem liebender Familienvater (2 Kinder) sowie passionierter Läufer (seit 2008). Neben Laufen auch interessiert an Alternativsportarten wie Rennrad und Schwimmen. Lebt in Wien und versucht als Steirer möglichst oft aufs Land zu kommen und die Natur sportlich zu genießen.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tristyle.at/das-ganze-leben-ist-ein-marathon/">Das ganze Leben ist ein Marathon</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tristyle.at">Tristyle – push your limit</a>.</p>
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