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	<title>Melanie Raidl, Autor bei Tristyle – push your limit</title>
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	<description>Wir unterstützen Sportler aller Leistungslevels beim Erreichen ihrer sportlichen Ziele.</description>
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		<title>Das Laufen in der Krise: Jetzt erst recht!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Melanie Raidl]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Nov 2020 06:30:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Laufen]]></category>
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		<category><![CDATA[Melanie Raidl]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Schlimmer hätte das Jahr bis jetzt wohl kaum laufen können. Wortwörtlich. Covid ist uns immer noch dicht auf den Fersen, viele haben ihren Job verloren, können ihre Liebsten nicht sehen oder fühlen sich einsam. Laufen gehen? Wer hat dafür noch Kraft? Abseits von Home Office, Home Schooling, Quarantäne, Krankheiten und mehr ist an Laufveranstaltungen  [...]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><div class="fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling" style="--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;" ><div class="fusion-builder-row fusion-row"><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-one-full fusion-column-first fusion-column-last" style="--awb-bg-size:cover;--awb-margin-bottom:0px;"><div class="fusion-column-wrapper fusion-flex-column-wrapper-legacy"><div class="fusion-text fusion-text-1"><p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignleft wp-image-21566" src="https://www.tristyle.at/wp-content/uploads1/2020/11/DasLaufeninderKrise_1.jpg" alt="Tristyle Blog – Das Laufen in der Krise: Jetzt erst recht! – von Melanie Raidl" width="350" height="350" />Schlimmer hätte das Jahr bis jetzt wohl kaum laufen können. Wortwörtlich. Covid ist uns immer noch dicht auf den Fersen, viele haben ihren Job verloren, können ihre Liebsten nicht sehen oder fühlen sich einsam. Laufen gehen? Wer hat dafür noch Kraft? Abseits von Home Office, Home Schooling, Quarantäne, Krankheiten und mehr ist an Laufveranstaltungen erstmal nicht zu denken. In dieser ungewissen Zeit ist es verständlich, dass das <a href="https://www.tristyle.at/unser-angebot/trainingsplanung/">Lauftraining</a> nachhinkt. Die mentale Gesundheit lässt es gerade nicht zu, wir sind akribisch auf der neuen Jobsuche oder das Geld wird knapp. Schlicht gesagt: Es gibt gerade größere Sorgen im Leben.</p>
<p>Als wäre Corona nicht schon Stress genug, ist auch einfach der Informationsfluss unaufhaltbar schnell. Meldungen kursieren rasend, fast auf die Sekunde genau. Neuinfektionen, neue Maßnahmen und Richtlinien. Das müssen wir alles erstmal verarbeiten, wir wollen doch niemanden gefährden und uns selbst auch nicht. Nebenbei sollen wir unseren Alltag bewältigen, auf alle Regeln achten, Kinder betreuen, arbeiten. Am Ende des Tages raucht der Kopf, es reicht. Doch gerade deshalb ist mir persönlich das Laufen gerade so wichtig. Und ich kann es jeder und jedem empfehlen, der* es Spaß macht, nicht damit aufzuhören. Egal wie weit, egal wie lang, egal wie schnell.</p>
<h3>Man sagt nicht umsonst, dass Laufen wie Therapie wirkt</h3>
<p>Laufen ist die Zeit am Tag, in der für mich nichts außer die richtige Atmung zählt. Oder die richtige Fußhaltung. Der Kopf gehört natürlich auch dazu. Manchmal ist er ausgeschaltet, sieht sich nur die Natur an und manchmal plane ich gefühlt mein ganzes nächstes Halbjahr gedanklich vor. Hin und wieder durchlebe ich Wünsche oder Träume während ich laufe. Bevor ich loslaufe stelle mich mental auf meine Pace ein, plane meine Route im Kopf, bereite mich darauf vor meinen Körper zu fordern. Ich entscheide mich bewusst dafür die Arbeit, den unzähligen Input von Medien, anderen Personen oder Nachrichten für die Laufeinheit einfach zuhause zu lassen. So wie ich den Hausschlüssel in meine Laufleggings zippe, lasse ich meine täglichen Belastungen hinter meiner Haustür in der Wohnung liegen. Und dann sind da nur noch ich und meine Beine. Ganz viele Gedanken laufen mir durch den Kopf, wie die Herde an Menschen am Start eines City-Marathons. Mit jedem Atemzug, den ich wieder auspuste, verarbeite ich sie. Dieser verdammte Virus, diese Ungewissheit, diese Unberechenbarkeit und die Angst davor, was als nächstes passiert. Doch ich weiß, in dem Moment, wo ich loslaufe interessiert mich nur, ob ich die vorgegebene Pace halten kann. Welche Menschen, Tiere oder Pflanzen ich eventuell auf dem Weg sehe. Wie viele Kilometer noch vor mir liegen. Wo die nächste Steigung kommt. Mit jedem ausatmen, jedem Meter und jedem Schweißtropfen verliere ich ein bisschen dieser andauernden Anspannung im ganzen Körper. Man sagt nicht um sonst, dass Laufen wie Therapie wirkt.</p>
<h3>Nicht zur Selbstoptimierung, sondern zur Selbstfürsorge</h3>
<p><img decoding="async" class="alignleft wp-image-21568" src="https://www.tristyle.at/wp-content/uploads1/2020/11/DasLaufeninderKrise_2.jpg" alt="Tristyle Blog – Das Laufen in der Krise: Jetzt erst recht! – von Melanie Raidl" width="350" height="350" />Und wofür das ganze? Es finden keine Laufveranstaltungen statt, Laufen in der Gruppe ist auch nicht okay. Es gibt kein Ziel mehr, keine Pläne. Als begeisterte Marathoni und Bergläuferin kann ich es verstehen, dass es in der Seele drückt, wenn das Laufjahr und die geplanten Rennen nicht stattfinden. Da legt man sich bereits Anfang des Jahres oder schon Monate davor einen Plan zurecht, welche persönlichen Rekorde man brechen will oder welche Distanz man gelaufen haben will. Plötzlich gibt es die Zieltermine nicht mehr. Man ist auf sich alleine gestellt. Ein virtueller Lauf? Wo bleibt denn da der Spaß? Alleine meine gewohnte Strecke laufen kann ich ja wie sonst auch alleine. Wieso sollte ich mich dabei online mit anderen vergleichen? In diesen Zeiten kommt keine richtige Wettkampfstimmung auf. Im ersten Lockdown dieses Jahres sprachen viele Menschen in sozialen Medien über die „perfekte Zeit, um jetzt fit zu werden“. Man hätte ja jetzt nichts anderes zu tun, könnte sich also auf das Sporttreiben konzentrieren. Für viele, auch Laufbegeisterte, großer Druck. Wie soll man sich in dieser Zeit der Ungewissheit auf das Besserwerden konzentrieren?</p>
<p>Vielleicht ist eben jetzt die Zeit da, um das Laufen nicht als Selbstoptimierung zu nutzen, sondern für die eigene Seelsorge. Mal einen Tag wild draufloslaufen, mal schauen wie viele Kilometer man so ohne Uhr schafft. Mal die Intervalle so richtig zerstören, damit sich ein Virus gar nicht mehr in den Körper hineintraut. Oder wie ich: Wenn der Stress zu groß wird, man sogar während eines Laufes weinen muss, eben eine Heul-Gehpause einlegt. Hat auch was Befreiendes. Aber nur nicht aufhören. Denn das Laufen kann ordentlich Kraft auftanken, Perspektiven im Kopf ändern und stressresistenter machen. Ich spreche zumindest aus persönlicher Erfahrung. Würde ich jetzt nicht mehr laufen gehen, bräuchte ich wohl einen richtig großen Boxsack, um meine Sorgen alle loszuwerden. Im Büro ist die Stimmung trist. Die, die sich nicht seit Wochen oder Monaten im Home Office verschanzen, wirken gestresst, sei es weil der Job nicht gesichert ist, oder noch mehr Arbeit anfällt, unter erschwerten Bedingungen. Dazu kommt: Jeder redet nur noch über Covid. Zahlen der Neuinfektionen, mögliche Ansteckungskontakte, politische Maßnahmen. Vielleicht geht es einigen von euch wie mir: manchmal muss man sich ausklinken, um noch bei Verstand zu bleiben. Und da haben wir es ja wieder: beim Laufen kann niemand mit einem darüber sprechen, die Welt wirkt heil. Es dreht sich alles um die eigenen Gedanken und die Bewegung des eigenen Körpers.</p>
<h3>Den Grundstein für später setzen</h3>
<p>Die Zeit, in der das Laufen wieder bedeutet, dass wir einem Marathonziel nach dem anderen hinterherjagen und im Startblock unsere „Konkurrenz“ abchecken, die wird bald kommen. Deshalb hat die Zeit jetzt, in der man wirklich nur für sich persönlich laufen kann einen schönen Nebeneffekt: Das Grundpflaster für ein ordentliches Marathontraining ist gelegt. Die nächste Post-Covid Laufsaison können wir mit neuer Frische, Grundausdauer oder neuer Motivation starten. Nur macht euch jetzt nichts draus, wenn euch manchmal der Kopf oder die Muse dazu fehlt, euch die Laufschuhe zu schnüren. Auch Läufer*innen dürfen in dieser Krise durchatmen, sind nicht dazu verpflichtet stark zu bleiben und so zu tun als würde die Welt gerade nicht verrücktspielen. Aber eins ist sicher, egal wie sehr euch diese Krise mitnimmt, ihr kennt dieses Gefühl, das Training bis zum Ende durchgezogen zu haben. Das Gefühl unter der Dusche, wenn man die eigenen Sorgen auf dem Asphalt gelassen hat und sich frei fühlt. Laufen hilft, auch in der Krise.</p>
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<h3>MelanieRaidl</h3>
<p>Ambitionierte Langstreckenläuferin, jagt als Bergläuferin auch Höhenmeter. Trainiert seit einigen Jahren bei Tristyle und hat seitdem bei zahlreichen Halbmarathons, Marathons und 10 Kilometer Läufen in Österreich und Ausland teilgenommen. Verbindet gerne ihren Job im Journalismus mit Sportthemen, liebt die Natur, mag gesunde Ernährung und ist Veganerin.</p>
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		<title>Angst vor dem Training</title>
		<link>https://www.tristyle.at/angst-vor-dem-training/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Melanie Raidl]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Jul 2019 15:50:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Laufen]]></category>
		<category><![CDATA[Lauftraining]]></category>
		<category><![CDATA[Melanie Raidl]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seitdem ich meiner besten Freundin bei der Vorbereitung auf ihren ersten Halbmarathon helfe, habe ich erst wirklich wahrgenommen, dass ich es mit der Angst zu tun hatte. „Und warst du nervös?“, habe ich sie gefragt, als bei ihr ein anstrengendes Fahrtspiel anstand. Ich erwartete mir eine Antwort wie „Ich hatte echt Angst davor.“, oder  [...]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><div class="fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-3 nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling" style="--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;" ><div class="fusion-builder-row fusion-row"><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-3 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-one-full fusion-column-first fusion-column-last" style="--awb-bg-size:cover;--awb-margin-bottom:0px;"><div class="fusion-column-wrapper fusion-flex-column-wrapper-legacy"><div class="fusion-text fusion-text-3"><p><img decoding="async" class="alignleft wp-image-17787" src="https://www.tristyle.at/wp-content/uploads1/2019/07/blog_angstvordemtraining.jpg" alt="Melanie Raidl" width="350" height="263" srcset="https://www.tristyle.at/wp-content/uploads1/2019/07/blog_angstvordemtraining-200x150.jpg 200w, https://www.tristyle.at/wp-content/uploads1/2019/07/blog_angstvordemtraining-300x225.jpg 300w, https://www.tristyle.at/wp-content/uploads1/2019/07/blog_angstvordemtraining-400x301.jpg 400w, https://www.tristyle.at/wp-content/uploads1/2019/07/blog_angstvordemtraining-600x451.jpg 600w, https://www.tristyle.at/wp-content/uploads1/2019/07/blog_angstvordemtraining.jpg 700w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" />Seitdem ich meiner besten Freundin bei der Vorbereitung auf ihren ersten Halbmarathon helfe, habe ich erst wirklich wahrgenommen, dass ich es mit der Angst zu tun hatte. „Und warst du nervös?“, habe ich sie gefragt, als bei ihr ein anstrengendes Fahrtspiel anstand. Ich erwartete mir eine Antwort wie „Ich hatte echt Angst davor.“, oder „Ich hatte ein mulmiges Gefühl vor dem Start“. Stattdessen kam aber nur „Nein, ich dachte mir einfach, dass es wohl anstrengender wird.“ Wow, sie hat also keine Angst.</p>
<p>Seit einiger Zeit beschäftigt mich das Thema Angst vor dem Training. Genau genommen, seitdem ich sie bereits besiegt hatte. Immer wieder frage ich mich, warum ich dieses nervöse Gefühl im Magen in der Vergangenheit immer wieder hatte, bevor ich hart trainieren sollte. Was war das Problem?</p>
<h3>Zu hohe Ansprüche</h3>
<p>Wir ambitionierten HobbyläuferInnen haben meist ähnliche Ambitionen wie die Profis. Bei jedem Marathon wollen wir schneller sein. Wir wollen keinen Mann mit dem Hammer, wir wollen, dass alles geschmeidig läuft, wenn der Wettkampf ansteht. Wir wollen uns selbst beweisen, dass wir hart für unser Ziel gearbeitet haben, mit brennenden Laktatbeinen die Bahn attackiert haben. Die Disziplin, das frühe Aufstehen oder das Laufen nach einem harten Arbeitstag sollen sich lohnen.</p>
<p>Auch bei mir ist das nicht anders. Während ich mich auf den berühmten „Long Jog“ jeden Sonntag und die Standard-Dauerläufe im <a href="https://www.tristyle.at/unser-angebot/trainingsplanung/">Trainingsplan</a> immer richtig gefreut habe (Was sollte bei Herzfrequenz 125 schon wirklich schieflaufen?), waren es diese fiesen, rot markierten Trainingseinheiten, die mir Sorgen bereiteten. Die, die aber für die Geschwindigkeit und die Ausdauer im Wettkampf den Unterschied machen. Die, welche dich aus der kuscheligen Komfortzone des Gemütlichkeits-Joggers herausholen. Die Intervalle, die Tempo-Dauerläufe und die Fahrtspiele. „Werde ich die wirklich durchziehen können?“, war fast immer mein Standardgedanke. Ich bekam Versagensängste.</p>
<p>Ich erinnere mich noch genau auf die Vorbereitung für eine Staatsmeisterschaft im Halbmarathon in Graz, vor etwa zwei Jahren. Ich hatte eigentlich das Gefühl, dass die Vorbereitung gut läuft, auch trotz erstem Vollzeitjob. Einziges Manko: Die harten Trainingswochen brachten mich schon die Woche vor dem Wettkampf ins Grübeln. Was ist, wenn ich nicht auf die vorgegebene Geschwindigkeit komme? Traut mir meine Trainerin zu viel zu? Bin ich tatsächlich so weit, dass ich es schaffe, so eine harte Einheit zu laufen?<br />
Schon Tage vor einer Intervall-Einheit auf dem Programm, redete ich mir ein, ich müsse mich bestens erholen und auf die Ernährung achten, damit ich sie auch wirklich richtig durchziehen kann. Früh aufstehen, richtig aufwärmen, bereits etwas Gezuckertes trinken, auf keinen Fall die Nacht davor zu wenig schlafen.</p>
<p>Dieses Gefühl kann man mit der Nervosität vor einem Wettkampf vergleichen. Man steht in der Menge vor dem Startschuss, es kribbelt im Bauch, gleich muss man Vollgas geben. Ich weiß noch, an einem Tag schrieb ich meiner Trainerin eine SMS: „<a href="https://www.tristyle.at/ueber-uns/team/#niedereder">Lissi</a>, glaubst du wirklich, dass ich die vier Kilometer in 4:15 (min/km) anhängen kann?“ (Und das nach bereits 6 schnell gelaufenen Kilometern), weil ich mich ganz einfach fürchtete. Die Angst, dass ich die Geschwindigkeit nicht durchhalten könnte, dass ich außer Atem komme, war zu groß. Ich stellte mir vor, wie ich es niemals schaffen würde, meine Tempoziele zu erreichen und wie ich beim Halbmarathon bei Kilometer 16 nur noch so dahintrabe, meine Beine aufgeben und ich aufhören muss. Trainerin <a href="https://www.tristyle.at/ueber-uns/team/#niedereder">Lissi</a> meinte: „Ja sicher“. Und sie hatte recht. Nicht nur für diese Einheit. Den Halbmarathon bin ich 4:16 (min/km) durchgelaufen. Und im Training hatte ich Angst, dass ich vier Kilometer nicht in dem Tempo schaffe.</p>
<p>Und am Ende des Tages: Ja, eine Tempo-Einheit oder ein Intervalltraining ist richtig anstrengend. Dir kann übel werden, du kannst Atemnot bekommen, du kannst dehydrieren. Allerdings ist das der absolute Ausnahmefall, etwa wenn du krank bist, dich schlecht, zu wenig oder zu viel ernährt hast, oder doch die Nacht davor zu viel gefeiert hast. Der Sinn dieser harten Einheiten ist aber nicht, sich komplett zu zerstören oder bis zum Umfallen zu rennen. Der Sinn ist, und das habe ich auch erst lernen müssen, dass sich das Herz und der Körper an die anaerobe Belastung gewöhnen, wir auch unter starker Belastung noch schnell laufen können. Das bedeutet aber nicht, dass ein Intervalltraining nur dann gut war, wenn man richtig aus der Puste ist. Manchmal reicht das Gefühl, die Komfortzone verlassen zu haben.</p>
<h3>Keine Angst vor dem Versagen</h3>
<p>Als ich gemerkt habe, dass ich aufhören muss Angst vor dem Training zu haben, war bei einem Trainingslager in Andalusien vor einigen Jahren. Ich sollte mit einem Trainingspartner dreimal 3-km-Intervalle laufen. Und seien wir uns ehrlich: Natürlich war da auch die Angst dabei, dass mir der Partner davonschießt und ich hinter ihm zu Grunde gehe. Die erste Runde lief ich fast im Sprint, ich kam beim Startpunkt an, konnte kaum noch atmen, es fühlte sich an wie der Zieleinlauf einer Staatsmeisterschaft. „Nie im Leben schaffe ich noch zwei davon“, dachte ich mir. „Das kommt davon, wenn du zu schnell beginnst“, meinte Trainerin Lissi, die merkte, dass ich mich selber unter Druck setzte, und, nun ja, extrem rot im Gesicht war. Ich sollte die nächsten beiden Runden forciert, aber kontrolliert angehen, oder: mich nicht aus dem (Läufer-)Leben schießen. Und so ging es weiter in dem schattigen spanischen Wald nahe der Küste, forciert, anstrengend, aber kontrolliert. Mir fiel auf, wie viel es ausmacht, einen Partner und eine Trainerin dabei zu haben, die einem die Laufschuhe zurück auf den Boden holen, wenn man selbst denkt man muss fliegen.</p>
<p>Wie vielen anderen LäuferInnen oder SportlerInnen auch, fällt es auch mir oft schwer, mich nicht nur dann zu loben, wenn ich absolut ausgepowert bin und meine Trainingsziele erreicht habe. Loben sollte sich jeder, der eine Einheit auch mit Komplikationen durchzieht, ganz gleich, wie das Tempo oder die Distanz an diesem Tag war. Wir sind Menschen, nicht Maschinen, und gelaufen wird, weil Laufen Spaß macht, stark macht und Selbstbewusstsein gibt. Und wenn die Intervalle eben um einige Sekunden langsamer waren, als noch die Woche davor, heißt das nicht, dass man sich verschlechtert. Oft spielen im Training dutzende Faktoren mit, damit es gut läuft: Habe ich gerade beruflich/privat viel Stress? Habe ich genug geschlafen? War das Training die letzten Tage bereits sehr anstrengend? Und im Endeffekt auch: Wie geht es mir heute? Wie ist das Wetter? Werde ich krank?</p>
<h3>Aber was hilft nun gegen die Angst vor dem Training?</h3>
<p>Nach meiner Einsicht in Andalusien brauchte ich noch lange Zeit, um die Angst vor dem individuellen Training und dem eventuellen Versagen zu besiegen. Meine schnellen Einheiten kontrolliert, aber mit Power zu absolvieren, mich selbst nicht zu stressen, mir einzureden, dass ich das Tempo nicht durchhalte: das wollte ich erreichen.</p>
<p><strong>Zunächst:</strong> Mit anderen AthletInnen darüber sprechen. Es ist erstaunlich, wie ähnlich es LäuferInnen geht, vor allem denen, die sich für Straßenwettkämpfe vorbereiten. Sich über Ängste im Training und Zweifel um die eigenen Fähigkeiten mit anderen auszutauschen kann wirklich Wunder wirken, denn man kann sich gegenseitig aufbauen. Noch besser: Zusammen trainieren. Selbst wenn man nicht die gleiche Pace läuft. Es kann wirklich helfen, zusammen auf der Laufbahn aufzukreuzen, zusammen aufzuwärmen und einfach während des Trainings zu wissen, dass jemand da ist, der einen wieder aufbaut wenn es nicht gut läuft, oder einfach zwischendurch ermutigt. Auch ich habe mich bei den Intervallen der Trainingsgruppe, die meine Trainerin trainiert, einmal angeschlossen und bemerkt, wie viel besser es für mich lief, wenn ich in der Gruppe mit anderen lief, die mich sofort anfeuerten, wenn ich etwas hinten nach war im Intervall. Und: Wenn man mit anderen zusammen läuft, bemüht man sich doch ein bisschen mehr.</p>
<p><strong>Zweitens:</strong> Sich selbst zu fragen, wovor man überhaupt Angst vor dem Training hat. Seine Zielzeit nicht zu erreichen? Das ist meistens ein Blödsinn. Absolviert man etwa einen Laktattest vor einer Trainingsplanerstellung, weiß die Trainerin/der Trainer genau, auf welchem Level man ist, und wird keine 1-km-Intervalle in 3:30 einplanen, wenn man sie laut Test-Ergebnis in etwa 4:30 laufen kann. Die Zielzeit für einen Wettkampf wird wohl auch dann nicht beeinflusst, wenn sich das Intervall- oder Tempotraining ein paar Mal nicht gut angefühlt hat. Den Unterschied macht immerhin immer noch die Balance zwischen schnelleren und langsamen Einheiten und die Abwechslung im Training. Läuft man jedes Mal beim Intervall- oder Tempotraining viel langsamer, als man sich vorgenommen hatte, hilft ein Gespräch mit dem/der Trainer(in), eventuell sollten die Zeiten einfach angepasst werden.</p>
<p><strong>Und Drittens:</strong> Sich ein bisschen auf den Boden der Tatsachen zurückholen. Laufen soll immer noch Spaß machen, auch wenn man für einen Wettkampf oder Marathon trainiert. Immerhin nimmt das Training viel Zeit der Freizeit ein, und die sollte man eigentlich genießen können. Man muss sich klar machen, warum man eigentlich läuft. Die Freude an der Bewegung, die Begegnung mit der Natur, das extrem gute Körpergefühl auch im Alltag oder bei Befindlichkeiten, die gesundheitlichen Vorteile und die sozialen Erlebnisse: das habe ich einst für mich resümiert. Aber auch der Nervenkitzel und der Adrenalindrang, wenn ein Wettkampf ansteht.</p>
<p>Über die Jahre hinweg als Läuferin habe ich irgendwann meine eigene Routine gegen Angst vor dem Training entwickelt. Während ich mein Glas Wasser trinke, meine Schuhe schnüre und meine Wettkampfmusik in die Ohren stöpsle, mache ich mir klar, dass ich erstmal beim Aufwärmen in mich hineinhören kann, wie es mir geht und wozu ich an diesem Tag im Stande bin. In den allermeisten Fällen läuft das Training dann immer viel besser als davor gedacht. Klar, Fitness und Schnelligkeit hängt natürlich auch davon ab, wie regelmäßig man trainiert, wie gut man regeneriert und wie man sich ernährt. Von nichts kommt ja auch nichts, das ist klar. Allerdings sind es wir Hobbysportler, die schon durch den Aufwand mit dem täglichen Lauftraining, Cross-Training, Kraftübungen und der aktiven Regeneration einen Applaus verdienen. Das und die Disziplin macht uns schon zu SuperheldInnen.</p>
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<h3>MelanieRaidl</h3>
<p>Ambitionierte Langstreckenläuferin, jagt als Bergläuferin auch Höhenmeter. Trainiert seit einigen Jahren bei Tristyle und hat seitdem bei zahlreichen Halbmarathons, Marathons und 10 Kilometer Läufen in Österreich und Ausland teilgenommen. Verbindet gerne ihren Job im Journalismus mit Sportthemen, liebt die Natur, mag gesunde Ernährung und ist Veganerin.</p>
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		<title>Work hard, run hard: Wie man auch mit Vollzeitjob Marathon laufen kann</title>
		<link>https://www.tristyle.at/work-hard-run-hard/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Melanie Raidl]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Oct 2018 13:15:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Laufen]]></category>
		<category><![CDATA[Marathon]]></category>
		<category><![CDATA[Motivation]]></category>
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		<category><![CDATA[Fernbetreuung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auch mit Vollzeitjob und stressigem Leben kann man zum Marathonläufer werden. Ich stellte mir das ganz einfach vor. Bis ich bei meinem letzten Marathon ab Kilometer 32 eine Gehpause einlegen musste. „Wer steht allen Ernstes um 5 Uhr für ein Lauftraining auf?“ - Diese Frage haben mir schon einige Freunde gestellt. Tatsächlich frage ich  [...]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><div class="fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-5 nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling" style="--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;" ><div class="fusion-builder-row fusion-row"><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-6 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-one-full fusion-column-first fusion-column-last" style="--awb-bg-size:cover;--awb-margin-bottom:0px;"><div class="fusion-column-wrapper fusion-flex-column-wrapper-legacy"><div class="fusion-text fusion-text-5"><p><img decoding="async" class="alignleft wp-image-15729 " src="https://www.tristyle.at/wp-content/uploads1/2018/10/blog_vorschaubild_3zu2_workhardrunhard.jpg" alt="Melanie Raidl" width="350" height="233" srcset="https://www.tristyle.at/wp-content/uploads1/2018/10/blog_vorschaubild_3zu2_workhardrunhard-200x133.jpg 200w, https://www.tristyle.at/wp-content/uploads1/2018/10/blog_vorschaubild_3zu2_workhardrunhard-300x200.jpg 300w, https://www.tristyle.at/wp-content/uploads1/2018/10/blog_vorschaubild_3zu2_workhardrunhard-350x233.jpg 350w, https://www.tristyle.at/wp-content/uploads1/2018/10/blog_vorschaubild_3zu2_workhardrunhard-400x267.jpg 400w, https://www.tristyle.at/wp-content/uploads1/2018/10/blog_vorschaubild_3zu2_workhardrunhard-600x400.jpg 600w, https://www.tristyle.at/wp-content/uploads1/2018/10/blog_vorschaubild_3zu2_workhardrunhard-768x512.jpg 768w, https://www.tristyle.at/wp-content/uploads1/2018/10/blog_vorschaubild_3zu2_workhardrunhard-800x533.jpg 800w, https://www.tristyle.at/wp-content/uploads1/2018/10/blog_vorschaubild_3zu2_workhardrunhard.jpg 900w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></p>
<p>Auch mit Vollzeitjob und stressigem Leben kann man zum Marathonläufer werden. Ich stellte mir das ganz einfach vor. Bis ich bei meinem letzten Marathon ab Kilometer 32 eine Gehpause einlegen musste.</p>
<p>„Wer steht allen Ernstes um 5 Uhr für ein Lauftraining auf?“ &#8211; Diese Frage haben mir schon einige Freunde gestellt. Tatsächlich frage ich mich das gerne selbst, wenn ich um 5.30 Uhr in den Wintermonaten die Laufschuhe schnüre und mich in der Dunkelheit in Sturmhaube und Mundschutz durch den Schnee kämpfe. Es ist nicht die Freude daran, auf wertvollen Schlaf zu verzichten, die mich so früh zum Training animiert. Meistens ist es eine Verpflichtung, die danach meinen gesamten Tag einnimmt. Es wirkt ja manchmal so, als würden wir Läufer nichts anderes tun, als trainieren, essen und schlafen. Als würde uns nichts anderes interessieren. Wir posten Bilder von unseren Trainingstagen auf Instagram, schreiben darunter wie sehr uns das Laufen erfüllt. Dabei haben die meisten von uns einen Vollzeitjob, eine Familie oder andere wichtige Verpflichtungen im Leben, die genauso viel Kraft erfordern.</p>
<p>Seit ich Läuferin bin, gehört für mich das Training zu meinem Alltag, wie Zähneputzen, oder schlafen. Wie eine Verpflichtung, die eben am meisten Spaß macht. Meine sportlichen Wettkämpfe plane ich meist ein Jahr im Voraus und weiß somit in etwa genau, wann in dem Jahr ich in welcher Trainingsphase sein werde. Meine Urlaube plane ich um die Laufevents, oder sie werden mit Urlaub kombiniert. Ich habe mich eigentlich nie gefragt, ob ich auch einmal keine Zeit mehr für das Laufen haben werde.</p>
<p>Dann trat ich zum ersten Mal eine Vollzeitstelle an. Als Journalistin wusste ich, dass die Arbeitszeiten sehr unregelmäßig und auch Überstunden keine Seltenheit sein werden. Aber laufen geht immer &#8211; dachte ich. Etwa drei Monate nach meinem ersten Arbeitstag sollte ein Marathon für mich anstehen. Mein Training sollte einfach vor, im Notfall nach, meiner Schichten erledigt werden. Ich fühlte mich anfangs als richtige Powerfrau. Frühmorgens auf, Training abspulen, mit vollem Elan ins Büro spazieren und mich um völlig andere Themen kümmern. Mal schlief ich morgens etwas länger, dann musste ich beim Laufen extra Gas geben oder das Stretching auslassen. Weil ich manchmal eine Runde mehr drehte, musste ich zu meinem Zug sprinten, um rechtzeitig zu meinem Pressetermin außerhalb der Stadt zu gelangen. Die Frisur konnte ich dann erst in der Zugtoilette zurecht rücken. Egal, Hauptsache das Training ist im Kasten. Hin und wieder nahm ich meine Laufklamotten direkt mit ins Büro, um nach Tagesende direkt loslaufen zu können. Abends nach ein bis zwei Überstunden ging es oft noch ins Fitnessstudio, obwohl ich lieber auf meinem Sofa die Beine hochgeworfen hätte.</p>
<h3>Arbeitstermin Marathon</h3>
<p>Hatte ich Wochenendschicht und gleichzeitig einen 30 Kilometer Long Jog auf dem Plan, musste ich eben auch Sonntags um 5.30 Uhr aufstehen. Ich hatte das Gefühl, dass ich die Energie, die ich im Training verlor, in der Arbeit noch einmal aufbringen musste. Und so ging es weiter. Ich schrieb, und lief und schrieb und lief, führte Interviews und lief, musste reisen, und lief. Der Marathon kam immer näher, die Aufgaben in der Arbeit wurden mehr. Aber ich war motiviert, hatte doch meinen <a href="https://www.tristyle.at/unser-angebot/trainingsplanung/">Trainingsplan</a> strikt eingehalten. Ich wollte meine Bestzeit knacken und unbedingt unter 3 Stunden 15 Minuten laufen.</p>
<p><img decoding="async" class="alignleft wp-image-15732" src="https://www.tristyle.at/wp-content/uploads1/2018/10/blog_workhardrunhard_marathon.jpg" alt="Melanie Raidl, Vienna City Marathon" width="350" height="466" srcset="https://www.tristyle.at/wp-content/uploads1/2018/10/blog_workhardrunhard_marathon-200x267.jpg 200w, https://www.tristyle.at/wp-content/uploads1/2018/10/blog_workhardrunhard_marathon-225x300.jpg 225w, https://www.tristyle.at/wp-content/uploads1/2018/10/blog_workhardrunhard_marathon-400x533.jpg 400w, https://www.tristyle.at/wp-content/uploads1/2018/10/blog_workhardrunhard_marathon-600x800.jpg 600w, https://www.tristyle.at/wp-content/uploads1/2018/10/blog_workhardrunhard_marathon.jpg 700w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" />Der Marathontag kam schneller als gedacht. Normalerweise zähle ich die Tage, plane die unmittelbare Zeit davor genau, was ich tun muss, um bestens vorbereitet zu sein. Ich achte genau auf die Ernährung, auf genügend Schlaf und Dehnungseinheiten. Vor diesem Marathon, das weiß ich noch genau, saß ich abends noch im Büro und erzählte einer Arbeitskollegin, die mich nach meinen restlichen Plänen für das Wochenende fragte: „Ach ja, ich mache morgen beim Vienna City Marathon mit!“ Der Marathon fühlte sich an wie ein weiterer Termin, den ich schnell abarbeiten musste.</p>
<p>Und am Sonntag ließ mich dieser Termin auch tatsächlich spüren, was ich in den Wochen davor alles falsch gemacht hatte. Es kam auf mich zurück wie ein Wackelturm, aus dem man den letzten stabilen Baustein rauszieht, und der dann in Millisekunden auseinander fällt. Ich hatte ab Kilometer 30 keine Puste mehr, sogar Seitenstechen plagten mich. Meine Beine fühlten sich an wie Betonklötze, die ich ins Ziel befördern sollte. Es war mehr als nur der Mann mit dem Hammer. Ich schleppte mich zwar mit einigen Gehpausen und etwas über zehn Minuten meiner Bestzeit über die Ziellinie, wusste aber sofort: Der nächste Marathon wird auf keinen Fall noch ein Nebenbei-Termin.</p>
<h3>Zeit für Zeitmanagement</h3>
<p>Ich besprach alles mit <a href="https://www.tristyle.at/ueber-uns/team/#niedereder">Trainerin Lissi</a> und wusste, dass ich einfach mit der Änderung meiner Lebensphase falsch umgegangen war. Mir wurde bewusst, dass ich vergessen hatte, auf meinen Körper zu hören. Die Arbeit benötigte meine volle Konzentration. Es war also Zeit für eine Umstellung, die lange fällig war. Das Laufen endlich an meine Arbeitswelt anzupassen.</p>
<p>Das Erste, das ich lernen musste, war die richtige Zeiteinteilung. Begann mein Arbeitstag etwas später am Vormittag, erledigte ich sowohl Lauf-, als auch Krafttraining möglichst vor meinem Dienst. War ich am Vortag erst nachts erschöpft zu Hause angekommen, musste aber am nächsten Tag wieder früh raus, lief ich erst nach der Arbeit oder legte eben einen Ruhetag ein. Ich ließ mir die Freiheit, das manchmal auch erst in der Früh nach dem Aufstehen zu entscheiden. Mein Trainingsplan war dann in die Richtung flexibel gestaltet, dass ich Trainingstage tauschen konnte und auch mehr Ruhetage einlegen konnte, wenn es nötig war. Das Krafttraining bekam eigene Tage, an denen ich mich in der Zeit in der ich trainieren konnte nur auf den Muskelaufbau konzentrierte, dafür das Laufen ausfallen ließ.</p>
<p>Das zweite, das ich daher lernen musste war, auf meinen Körper und mein Gefühl zu hören. Wenn ich in der Früh nur eine Stunde Zeit für das Training hatte, mich aber kränklich oder erschöpft fühlte, sollte es wohl nicht sein. Oder wenn kurzfristig ein weiterer Termin eingeschoben wurde, und ich früher los musste, musste das Training eben warten. Wenn wenig Spielraum da ist, um für einen Marathon zu trainieren, muss man eben mit kurzfristigen Ausfällen oder Änderungen rechnen. Gerade wenn man viele stressige Tage im Beruf hat, sollte man sich nicht mit dem Training komplett zerstören, nur damit es erledigt ist. Ich musste erst verstehen, dass ein verpasstes Training nicht gleich bedeutet, dass man schlecht trainiert. Die Zeit die man hat effizient und bewusst zu nutzen ist meiner Erfahrung nach viel wichtiger. Schließlich soll das Laufen nicht nur Mittel zum Zweck für einen Erfolg im Wettkampf sein, sondern auch ein passender Ausgleich zum Berufsalltag.</p>
<p>Es ist in Ordnung, den Trainingsplan zu ändern, wenn es einfach zeitlich oder aus gesundheitlichen Gründen nicht einzurichten ist. Man sagt zwar, ein verpasstes Training kann nicht aufgeholt werden. Aber was ich gelernt habe ist, dass der Körper und auch der Kopf am besten weiß, was man gerade braucht. Sind es zwei Ruhetage hintereinander, dann ist es eben so. Wird aus dem zehn Kilometer Dauerlauf wegen Zeitstress in der Früh ein acht Kilometer Tempolauf, dann hat auch dieser einen positiven Effekt auf die Ausdauer. Natürlich sollte dann die restliche Trainingswoche angepasst werden. Verpasstes Training sollte dann auch nicht aus schlechtem Gewissen an die nächste Laufeinheit angeknüpft werden. Erfahrungsgemäß macht es wenig Sinn, an einem Tag gleich zwei Stunden mehr zu laufen, nur weil man den Plan nicht einhalten konnte. Verkrampftes Training kann sowieso kein gutes Training sein. Ich nahm die Wettkampfvorbereitung nach meiner negativen Marathonerfahrung einfach etwas lockerer.</p>
<h3>Auszeit von Kilometersammeln und Pacemessen</h3>
<p>Die dritte wichtige Säule ist, nicht zu vergessen, dass es auch noch ein Leben zwischen Lauftraining und Arbeit geben sollte. Freunde treffen, ein Kinoabend, Zeit für ein ausgewogenes Abendessen oder die Wanderung mit der Familie, die man schon lange machen wollte. Den Kopf einmal weg von Kilometern, Pace und Zeitmessung zu bekommen ist wichtig, um sich wieder auf die Bewegung zu freuen. Und Zeit mit Menschen, die einem Mut machen, trägt natürlich auch zur mentalen Stärke bei, die man für einen Marathon braucht.</p>
<p>Im Endeffekt muss man sich bewusst sein, dass sich ein ernsthaftes Wettkampftraining neben einem Vollzeitjob wie ein weiterer Job anfühlt. Vor allem ein Marathon ist und bleibt ein hartes Kaliber. Egal ob Anfänger oder Vollprofi, die 42 Kilometer, aber auch ein Halbmarathon, verlangen viel Zeitumfang in einer Woche, um tatsächlich gut vorbereitet zu sein. Es zählt auch die Regeneration dazu, effizientes Dehnen (ja, auch das ist wirklich wichtig!) und passendes Kraft- und Stabilitätstraining. Für mich persönlich war die Frage nie, ob ich noch ambitioniert laufen kann, wenn ich Vollzeit angestellt bin, sondern wie ich es mir einteilen werde. Wer sich eine realistische Routine schafft, sich keinen Stress um ein paar verpasste Kilometer oder ein paar ausgefallene Trainings macht, der kann es genauso schaffen, sein Lauf-Ziel zu erreichen.</p>
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<p>Seit acht Jahren ambitionierte Langstreckenläuferin und jagt auch seit kurzem Höhenmeter als Bergläuferin. Trainiert seit vier Jahren bei Tristyle und hat seitdem bei zahlreichen Halbmarathons, Marathons und 10 Kilometer Läufen in Österreich und Ausland teilgenommen. Verbindet gerne ihren Job im Journalismus mit Sportthemen, liebt die Natur, mag gesunde Ernährung und ist seit 5 Jahren Veganerin.</p>
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		<title>Hoch hinaus laufen: Von der Straßenläuferin zum Berg-Junkie</title>
		<link>https://www.tristyle.at/hoch-hinaus-laufen-von-der-strassenlaeuferin-zum-berg-junkie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Melanie Raidl]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Jun 2018 13:41:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berglauf]]></category>
		<category><![CDATA[Laufen]]></category>
		<category><![CDATA[Ausdauersport]]></category>
		<category><![CDATA[Fernbetreuung]]></category>
		<category><![CDATA[Melanie Raidl]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Marathon ist eine extreme Belastung, egal auf welchem Level man als Läufer ist. Jetzt stelle man sich vor diese 42 Kilometer steil bergauf und bergab zu laufen, zwischendurch über Baumstämme, neben Schluchten und über Wiesen zu rennen. Tatsächlich gibt es Läufer, denen es nicht reicht zu laufen. Sie möchten dabei scheinbar unüberwindbare Strecken  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tristyle.at/hoch-hinaus-laufen-von-der-strassenlaeuferin-zum-berg-junkie/">Hoch hinaus laufen: Von der Straßenläuferin zum Berg-Junkie</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tristyle.at">Tristyle – push your limit</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><div class="fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-7 nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling" style="--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;" ><div class="fusion-builder-row fusion-row"><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-9 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-one-full fusion-column-first fusion-column-last" style="--awb-bg-size:cover;--awb-margin-bottom:0px;"><div class="fusion-column-wrapper fusion-flex-column-wrapper-legacy"><div class="fusion-text fusion-text-7"><p><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-13983" src="https://www.tristyle.at/wp-content/uploads1/2018/06/berglauf_1.jpg" alt="Berglauf, Melanie Raidl" width="350" height="232" srcset="https://www.tristyle.at/wp-content/uploads1/2018/06/berglauf_1-200x133.jpg 200w, https://www.tristyle.at/wp-content/uploads1/2018/06/berglauf_1-300x199.jpg 300w, https://www.tristyle.at/wp-content/uploads1/2018/06/berglauf_1.jpg 350w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /> Ein Marathon ist eine extreme Belastung, egal auf welchem Level man als Läufer ist. Jetzt stelle man sich vor diese 42 Kilometer steil bergauf und bergab zu laufen, zwischendurch über Baumstämme, neben Schluchten und über Wiesen zu rennen. Tatsächlich gibt es Läufer, denen es nicht reicht zu laufen. Sie möchten dabei scheinbar unüberwindbare Strecken meistern, hoch hinaus in massive Gebirge. Auch mich hat die Lust aufs Berglaufen vor etwas mehr als zwei Jahren gepackt und seitdem gibt es für mich kein stärkeres Freiheitsgefühl mehr, als Berge zu bestreiten.</p>
<p>Wie kommt man überhaupt auf die Idee als Läuferin von der Straße in die Berge zu wechseln? Und was wenn man Bergläuferin werden möchte, aber keine Gebirge in der Nähe hat? Seit ich begonnen hatte zu laufen war ich immer eher eine Straßenläuferin. Ich hatte Erfahrung mit Crosslauf in den USA und in meiner niederösterreichischen Heimat zog es mich hin und wieder auf Waldwege. Später dann typische Schönbrunn-Läuferin um 6 Uhr früh in Wien und Intervalle gab es meistens im Prater. Meine jährlichen Ziele konzentrierten sich um City-Marathons, die Halbmarathon-Staatsmeisterschaft oder 10-Kilometer Wettkämpfe. Irgendwann wollte ich mich dann für Läufe im Westen Österreichs anmelden um ein bisschen Abwechslung zu bekommen, aber keinen allzu weiten Weg zur Anfahrt benötigte. Allerdings fand ich nur Läufe mit dem Namen „Trail-…“, „Berg-…“, und „Höhe-… „Warum eigentlich nicht mal einen Berglauf ausprobieren?“, dachte ich. Als ich länger darüber nachdachte, klang das Training dafür wirklich spannend. Den Schneeberg hatte ich quasi vor der Türe und auch die Ausrüstung hatte ich parat. Ein Laufrucksack mit Wasserblase, Laufschuhe mit Geländeprofil und ab geht die Post. Natürlich kann man sich noch spezielle Ausrüstung, wie Trailrunning-Stöcke, eine Stirnlampe, und eventuell sogar Spike-Schuhe zulegen. Ich begann jedenfalls ganz einfach: zum Berg fahren und mit Rucksack und genug zu trinken einfach hinauflaufen. Bald wurde der Schneeberg einige Male in der Woche mein Fixpunkt fürs Training. Ich war erstaunt wie schnell man in eine Art Flow kommt, in dem man nichts mehr außer sich und die Natur mitbekommt, natürliche Geräusche, den (schweren) Atem und wie sehr die Oberschenkel brennen. Ich begann die neue Art des extremen Auspowerns zu genießen und am Ende des Trainings konnte ich oft nicht fassen was ich da an Strecken hinter mir hatte. Aussichten bis weit in andere Städte und andere Berge, weit und breit niemand außer man selbst und die vom aufsteigen zitternden Beine. Bald wollte ich immer wieder hoch hinaus, ich genoss die angenehme Einsamkeit im Gebirge. Allerdings fiel mir schnell auf, dass das Laufen am Berg oft nicht so „normal“ hingenommen wie etwa ein Dauerlauf im Wiener Prater. Fast jedesmal wenn ich an Wanderern vorbeiziehe kommen Sprüche wie etwa: „Na Servas die hat’s aber eilig“ oder sie weichen großräumig aus, als käme ein Sportwagen an ihnen vorbei. Viele können sich einfach nicht vorstellen, dass man freiwillig einen Wanderweg läuft.</p>
<p><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-13985" src="https://www.tristyle.at/wp-content/uploads1/2018/06/berglauf_sportograf-104616264.jpg" alt="Berglauf, Melanie Raidl" width="350" height="233" srcset="https://www.tristyle.at/wp-content/uploads1/2018/06/berglauf_sportograf-104616264-200x133.jpg 200w, https://www.tristyle.at/wp-content/uploads1/2018/06/berglauf_sportograf-104616264-300x200.jpg 300w, https://www.tristyle.at/wp-content/uploads1/2018/06/berglauf_sportograf-104616264.jpg 350w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" />Berglaufen ist, wie mir schnell aufgefallen ist, ein anderer Sport als flaches Laufen. Während viele Leute denken, dass Bergläufer Bergkämme durchrennen und steile Hänge hinauf sprinten ist es nur der kleine Teil an absoluten Profi-Athleten im Bergsport, die bei einem Wettkampf alle Passagen durchlaufen. Einteilung ist der Schlüssel zum Ziel, denn die meisten Trail Running Wettkämpfe beginnen meist schon mit steilen Wegen und wenn man am Anfang schon mit einem Hügelsprint beginnt, ist die Puste leicht nach einem Kilometer weg. Als ich begonnen hatte zu trainieren, konzentrierte ich mich auf den großen Rundwanderweg am Schneeberg (16 km) und auf den Zahnradbahnwanderweg, welcher auf 10 Kilometer 1225 Höhenmeter bietet. Wenn ich mich an manchen Tagen nicht allzu fit fühle, auf neuen Strecken laufe oder bereits einen Muskelkater von vorigen Läufen habe, teile ich mir die Strecke in 200-Meter Teile ein. Einen Teil zügig hinauf, 200 m schnelles walken, 200 m wieder Laufschritt. Berglaufen ist eine vielfältige Art von Kraft-Ausdauertraining, sowohl für die Beine als auch den Rumpf. Mir fiel schnell auf, dass es besonders wichtig ist bergauf den Oberkörper gerade zu halten, die Hüfte zu strecken und den Rumpf möglichst anzuspannen. Die Arme sollten immer gut mitgezogen werden. Nicht selten hatte ich einen Tag nach einem harten Training am Schneeberg eher einen Muskelkater im Rücken<br />
als in den Beinen.</p>
<h3>Ein Gefühl unzerstörbar zu sein</h3>
<p><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-13982" src="https://www.tristyle.at/wp-content/uploads1/2018/06/berglauf_IMG_0048.jpg" alt="Berglauf, Melanie Raidl" width="350" height="466" srcset="https://www.tristyle.at/wp-content/uploads1/2018/06/berglauf_IMG_0048-200x266.jpg 200w, https://www.tristyle.at/wp-content/uploads1/2018/06/berglauf_IMG_0048-225x300.jpg 225w, https://www.tristyle.at/wp-content/uploads1/2018/06/berglauf_IMG_0048.jpg 350w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" />Während das alles nach einem guten und hilfreichen Lauftraining klingt, gelten Bergläufer immer noch inoffiziell als die „ganz Harten“ und extremen. Warum ist das so? Auch wenn ich denke, dass Berglaufen jeder trainieren kann der es will, ist es natürlich eine starke Belastung für den Körper. Wir kämpfen gegen die Schwerkraft, fast jeder Muskel im Körper wird gebraucht (ja, auch die Gesichtsmuskeln bei der Anstrengung!) und man muss sich mit Kraft hinauf- und fortbewegen. Ich selbst habe bemerkt, dass ich durch diese neue Belastung stärkere Muskeln bekommen habe. Vor einigen Jahren war ich eine typische „Ausdauerläuferin“. Wenn ich Kraftsport betrieb, dann in Kombination mit Ausdauer und generell mit wenig Muskulatur. Ich hatte lange Zeit mit Rückenschmerzen durch eine leichte Skoliose und Knieschmerzen durch einen lädierten linken Meniskus zu kämpfen. Natürlich sind die Bergab-Passagen am Berg deshalb nicht ideal für mich, aber seit ich mich auf Berge hinauf kämpfe, ist sowohl mein Rücken viel stärker, als auch die Knie von stärkeren Muskeln umgeben. Ich habe das Gefühl, ich habe mich zu einem innerlichen „Kraftpaket“ entwickelt, fühle mich durch das laufen in den weiten Höhen einfach unzerstörbar.</p>
<p>Als allerersten Berg-Wettkampf hatte ich mir den Großglockner Berglauf ausgewählt, ganz nach dem Motto „Wenn schon, denn schon“. 13 Kilometer und 1.500 Höhenmeter kurze, knappe aber volle Dröhnung bis zur Kaiser-Franz-Josefs Höhe. Etwas überfordert war ich anfangs mit den strengeren Regeln und Anweisungen die es für solche Läufe gibt, Sinn ergeben sie aber schon. Würden wir uns auf den Bergen angesichts des Müllmachens so verhalten wie bei City-Marathons, wären Trail-Veranstaltungen eher eine Schande für die Umwelt. Würden wir kein Erste-Hilfe_Set und eine Überlebensdecke mitführen, würden wir bei einem Unfall teilweise im alpinen Gebirge herumliegen und erfrieren, bevor die Bergrettung uns findet. Natürlich ging es auch bei diesem Start etwa 500 Meter nach dem Start drei Kilometer steil bergauf. Typisch für mich rannte ich in Halbmarathon-Bravour los und auf der Hälfte des steilen Hanges überkam mich eine starke Übelkeit und Atemnot. „Was führst du auf? Du hast noch 10 Kilometer vor dir!“, dachte ich nach dieser steilen Passage, als mir ein Bekannter von Tristyle auf die Schulter klopfte und rief „Komm! Weiter gehts!“. Ja, weiter ging es, mit Gedanken des Aufgebens im Kopf und der Sicherheit ich würde „mir so etwas nie wieder antun!“. Schnell merkte ich aber, wie man bei Bergläufen mitten im Gebirge zu einer kleinen Familie zusammenwächst. Man pusht sich gegenseitig, hilft Läufern wieder aufzustehen, die auf rutschigen Steinen zu Fall kommen und beim Überholen feuert man sich an. Der letzte Kilometer am Großglockner ist von Stufen geprägt, auf Felsen. Er fühlt sich in etwa an wie ein gesamter Marathon. Jeder stapft und stöhnt nur mehr so dahin, das Ziel scheint nah aber doch sehr fern. Am Ende mit einer Decke, einer Suppe und „on top of the world“ wusste ich, dieser Wettkampf war nur der Anfang. So ein Erlebnis mitten in der Natur und hoch oben kann einem keiner mehr nehmen und mir fiel es im Nachhinein auch schwer zu erklären was auf der Strecke alles passierte. Man hüpft, springt, klettert was das Zeug hält und am Ende weiß man nicht einmal wo dafür die Kraft hergekommen ist.</p>
<h3>Berglaufen – der Extremsport der glücklich macht</h3>
<p>Seitdem ist mindestens ein Berglauf in Österreich als dreitägiger Urlaub im Jahr drin, und ich freue mich immer schon auf diese kurze Zeit nur für mich, die volle Power in den Bergen und diese kleine aber starke Trailrunning Familie voller verrückter Höhenmeter-Junkies. Es erfordert jedenfalls mehr Planung im Jahr als „gewöhnliche“ Straßenläufe. Man muss die Zeit finden um in die Berge zu fahren, für Trainings teils mehrere Stunden einplanen, auch wenn man „nur“ 10 Kilometer zurücklegt. Wenn man an das Straßenlaufen gewöhnt ist, denke ich, sollte man sich grundlegend umgewöhnen was das Distanzgefühl und den Trainingsaufwand angeht. Oft zeigen ein paar Stunden auf dem Berg „nur“ bis zu 14 Kilometer auf der Uhr an. Man muss gute Strecken finden, um die Zeit am Berg nicht damit zu vergeuden, die Wanderkarte zu studieren. Und natürlich hat man mehr Ausrüstung, ein eingeschaltetes Handy, Ausweis und muss konzentriert bleiben. Am Berg schlägt außerdem das Wetter schneller um und auch der Sonnenstich lässt schnell grüßen. Dazu kommen etliche Begegnungen mit Kühen und rutschige Steinwege, die einem schnell einen Strich durch die Rechnung machen können. Berglaufen ist eben mehr oder weniger ein Extremsport. Diese Konzentration, die Vorsicht und der große Respekt vor den mächtigen Bergen gibt mir bis heute ein Gefühl von Triumph wenn ich ein Training beende.</p>
<p>Aufgrund meines Studiums musste ich allerdings erst letztes Jahr für acht Monate nach Dänemark ziehen. Erst als ich dort angekommen war wurde mir klar, das dieses Land als eines der flachsten in ganz Europa gilt. Keine Berge weit und breit von meinem neuen zu Hause in Aarhus. Nur einige Hügellandschaften an der Küste des baltischen Meeres konnte ich mir vorknöpfen. Trainerin Lissi hat mir in meinem Trainingsplan eingeplant, wann ich am besten Bergläufe machen sollte und demnach musste ich auf die Küstenlandschaft ausweichen, um wenigstens einige Höhenmeter zu erlangen. Ich trickste mir mein Training zusammen, in dem ich bestimmte Mountainbike-Strecken immer wieder hinauf lief. Ich meldete mich für jeden Trail-Wettkampf in meiner Nähe an, der sich in meiner Zeitplanung ausging. Dabei ging es zwar weniger um das Höhenmetersammeln, sondern mehr darum im Sand am Strand vorwärts zu kommen, Treppen zu bewältigen und über Stock und Stein zu springen. Bei einem Trailrun im Westen Dänemarks am Strand und in den Dünen eines Nationalparks gewann ich so gar den Lauf über die 21 Kilometer. Vielleicht weil ich durch die österreichischen Berge so einiges gewöhnt bin? Bis heute denke ich scherzhaft, dass das der Grund war.</p>
<p>Während der Studienpause im Jänner und einer einmonatigen Asienreise kam das Berg-Training dann völlig zu einem Halt. Ich musste mich an dortige Bedingungen anpassen, Läufe wurden dort absolviert wo es eben möglich war. Als ich in Nordindien reiste und im Himalaya-Gebirge wanderte, legte ich notgedrungen kleine Laufpassagen ein und nahm in Kauf, dass mich mein Tourguide für verrückt hielt. Ich wusste aber, dass zurück in Österreich große Herausforderungen auf mich warten würden. Dieses Jahr sollten es das Skyrace des Hochkönigman, die Berglauf Staatsmeisterschaft und ein Mountain Running Event in Oregon in den USA werden. Das provisorische Berglauftraining in Dänemark wurde also nach Asien bis in den Mai fortgesetzt, zur Not auf jedem Hügel an der Küste, jedem Geländestück und jedem noch so kleinen dänischen Wanderweg. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass Berglauftraining überall möglich ist, denn Hügel gibt es an so gut wie jedem Teil der Erde. Zur Not tut es auch die Steigung auf dem Laufband, das einzige was dann vielleicht fehlt ist die Gewöhnung an die Luft hoch oben. Absolute Berglauf-Profis gehen deshalb nicht nur einmal im Jahr auf Höhentrainingslager in Kenia oder den USA. Natürlich ist es nicht unbedingt ideal, so wie es bei mir in Dänemark war, immer nur auf Hügel oder kleine Landschaften auszuweichen, weil man sich bei extremen Berglauf-Veranstaltungen oft mit prekären Wetterverhältnissen auseinandersetzen muss und sich am besten gleich im Training damit auseinandersetzt. Bei meinem ersten Berglauf-Wettkampf am Großglockner, im Juli wohlgemerkt, fror ich bei -1 Grad auf den letzten zwei Kilometern im Gletschergebirge. Das können dann etwa die Momente sein wo man sich denkt: „Was tue ich hier oben eigentlich?“. Aber nichts und niemand kann einem das Gefühl wegnehmen oben, oder wieder unten, angekommen zu sein und zu wissen, dass man sich hoch oben durch die wilde Natur gekämpft hat.</p>
<h3>Bewahre den Mut in den Bergen</h3>
<p><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-13984" src="https://www.tristyle.at/wp-content/uploads1/2018/06/berglauf_IMG_0628.jpg" alt="Berglauf, Melanie Raidl" width="350" height="466" srcset="https://www.tristyle.at/wp-content/uploads1/2018/06/berglauf_IMG_0628-200x266.jpg 200w, https://www.tristyle.at/wp-content/uploads1/2018/06/berglauf_IMG_0628-225x300.jpg 225w, https://www.tristyle.at/wp-content/uploads1/2018/06/berglauf_IMG_0628.jpg 350w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" />Dass Berglaufen jedoch nicht immer ein Zuckerschlecken ist, hat sich bei mir erst kürzlich bewiesen. Da Strecken in den Bergen bei Wettkämpfen nicht so eindeutig verlaufen wie in einer Stadt mit zahlreichen Wegweisern ist Eigeninitiative, gute Vorbereitung und studieren der Tips, Anweisungen und Streckenbeschreibung durch die Veranstalter meiner Meinung nach wesentlich für einen erfolgreichen Lauf. Ich selbst bin zwar eher der chaotische Mensch und starte auch bei einem Berglauf ohne das erforderte Equipment wie eine Pfeife, Klappbecher, Regenschutz und einiges mehr eingepackt zu haben. Erst kürzlich beim Hochkönigman Event in Salzburg, einer Trail Running Veranstaltung, wurde mir meine Unsicherheit jedoch zum Verhängnis. Letztes Jahr noch am Speed Trail über 23 Kilometer und 1.500 Höhenmeter, dieses Jahr das zum ersten Mal stattfindende Sky Race über 30 Kilometer und 2780+ Höhenmeter. Mit dänischen Kilometern in den Beinen aber nur sehr wenigen Bergkilometern die ich nach meiner Heimreise noch schnell ins Training inkludiert hatte, stand ich im Start/Ziel-Bereich. Nicht wissend unter welchen Umständen ich ein paar Stunden später genau an der selben Stelle stehen würde war ich jedoch top motiviert, und behielt im Kopf: Berglaufen ist wie Schifahren &#8211; man verlernt’s eh nie. Bis zum etwa neunten Kilometer lief eigentlich alles relativ glatt. Vor und hinter mir Läuferinnen und Läufer mit gutem Tempo, ich kam gut mit und wurde nicht aufgehalten. Auf einem offenen Feld im Bergkamm kam vor mir jedoch eine Gruppe zum Halt. Sie riefen einem Läufer hinterher, der schon viel weiter vorne und unten rannte. Ich war irritiert, blieb stehen und bekam mit, dass sich etwa 15 bis 20 Leute auf einen anderen Weg machten, weiter hinauf auf den Berg. Ich hatte es jedoch so im Kopf, als müssten wir laut Schildern den Weg entlang laufen, den der Läufer vor uns nahm. Was ich mich jedoch nicht traute war, mich auf mich selbst zu verlassen und dem Weg zu folgen, der meiner Meinung nach der Richtige war. Ich lief also mit der Gruppe mit. Bald kam jedoch die böse Überraschung: wir liefen die falsche Strecke und mussten eine große Runde erneut laufen. Dadurch kamen wir zur ersten Verpflegungsstation erst kurz nach der Cut Off Time und uns allen wurde ein Ausschluss beschert, wir mussten die Startnummern abgeben. An die Zeitbeschränkung hatte ich gar nicht gedacht, denn auf richtigem Weg hätten wir es alle mehr als locker geschafft. Aber so ist das eben am Berg &#8211; man muss sich konzentieren, einen kühlen Kopf bewahren und sich auf sich selbst verlassen können. Beruhigen konnte ich mich mit dem Gedanken, dass ich nun wenigstens weiß, wie sich ein DNF anfühlt und auch weiß, was genau man nicht machen sollte: sich aus der Ruhe bringen lassen und Angst vor Eigeninitiative haben. Ja, was im täglichen Leben im Job oder im Studium gilt, gilt auch in den Bergen!<br />
Warum ich diese Geschichte am Ende meiner Berglauf-Liebeserklärung erzähle hat folgenden Grund: Wenn ihr anfangen wollt, Bergläufe zu bestreiten und auch bei Wettkämpfen zu starten, bleibt selbstbewusst! Verlasst euch auf euren Instinkt und geht gut vorbereitet (nicht nur trainingstechnisch, sondern mental und nicht ohne die Strecke auf der Karte angeschaut zu haben) zur Startlinie. Ich selbst habe einige der schönsten Naturplätze und Aussichten während Berg-Wettkämpfen erlebt und diese Erlebnisse teile ich nur mit denjenigen, die mit mir auf der Strecke waren. What happens in the mountains, stays in the mountains &#8211; und bereuen wird es keine Läuferin und kein Läufer.</p>
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<h3>MelanieRaidl</h3>
<p>Seit acht Jahren ambitionierte Langstreckenläuferin und jagt auch seit kurzem Höhenmeter als Bergläuferin. Trainiert seit vier Jahren bei Tristyle und hat seitdem bei zahlreichen Halbmarathons, Marathons und 10 Kilometer Läufen in Österreich und Ausland teilgenommen. Verbindet gerne ihren Job im Journalismus mit Sportthemen, liebt die Natur, mag gesunde Ernährung und ist seit 5 Jahren Veganerin.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tristyle.at/hoch-hinaus-laufen-von-der-strassenlaeuferin-zum-berg-junkie/">Hoch hinaus laufen: Von der Straßenläuferin zum Berg-Junkie</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tristyle.at">Tristyle – push your limit</a>.</p>
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		<title>Fernbetreuung: viel reisen und viel trainieren</title>
		<link>https://www.tristyle.at/11387-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Melanie Raidl]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Apr 2018 20:43:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Laufen]]></category>
		<category><![CDATA[Trainingsplanung]]></category>
		<category><![CDATA[Fernbetreuung]]></category>
		<category><![CDATA[Halbmarathon]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Egal ob aufgrund von Job, Ausbildung oder Lebenspartnern: auch Läufer kommen oft viel in der Welt herum und manchmal auch für lange Zeit. So sah auch mein Leben in den letzten Jahren aus, doch blieb ich zu jeder Zeit ambitionierte Läuferin. Seit acht Jahren laufe ich schon und seit etwa vier Jahren werde ich  [...]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><div class="fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-9 nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling" style="--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;" ><div class="fusion-builder-row fusion-row"><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-12 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-one-full fusion-column-first fusion-column-last" style="--awb-bg-size:cover;--awb-margin-bottom:0px;"><div class="fusion-column-wrapper fusion-flex-column-wrapper-legacy"><div class="fusion-text fusion-text-9"><p class="Text" style="line-height: 150%;"><span lang="DE">Egal ob aufgrund von Job, Ausbildung oder Lebenspartnern: auch Läufer kommen oft viel in der Welt herum und manchmal auch für lange Zeit. So sah auch mein Leben in den letzten Jahren aus, doch blieb ich zu jeder Zeit ambitionierte Läuferin. Seit acht Jahren laufe ich schon und seit etwa vier Jahren werde ich professionell von Tristyle für mein Training betreut. In diesen vier Jahren wechselten meine Wohnorte öfters ins Ausland, was sich aber nie änderte war meine Trainerin, Lissi. Eine Fernbetreuung ist meiner Erfahrung nach genauso gut möglich, wie die Trainingsbetreuung in der Heimat, nur die Kommunikation darf nie fehlen. </span></p>
<p class="Text" style="line-height: 150%;"><span lang="DE">In den letzten Jahren hatte ich nicht nur lauftechnisch Ambitionen, wie eine neue Bestzeit auf der Halbmarathon- und Marathondistanz, oder den Einstieg ins Berglaufen, auch meine Ambitionen im Studium stiegen. Ein Praktikum in Deutschland, ein Auslandssemester in Schweden, und dann ging es im September 2017 zum Masterstudium nach Dänemark. Das Lauftraining wurde wie immer mitgenommen und musste wieder auf neue Bedingungen angepasst werden. Natürlich hat sich in den Jahren bei Tristyle ein großes Vertrauen aufgebaut und die Sicherheit, dass Lissi meinen Leistungsstand gut kennt. Dies änderte sich auch nicht bei meinem Umzug ins Ausland. Für einen Marathon, Halbmarathon oder eine 10 Kilometer Distanz kann man im Prinzip überall trainieren, man muss sich anfangs nur an die neue Umgebung gewöhnen. </span></p>
<p><img decoding="async" class="wp-image-11388 alignleft" src="https://www.tristyle.at/wp-content/uploads/2018/04/IMG_6669-e1524861671736-225x300.jpeg" alt="" width="245" height="327" srcset="https://www.tristyle.at/wp-content/uploads1/2018/04/IMG_6669-e1524861671736-200x267.jpeg 200w, https://www.tristyle.at/wp-content/uploads1/2018/04/IMG_6669-e1524861671736-225x300.jpeg 225w, https://www.tristyle.at/wp-content/uploads1/2018/04/IMG_6669-e1524861671736-400x533.jpeg 400w, https://www.tristyle.at/wp-content/uploads1/2018/04/IMG_6669-e1524861671736-600x800.jpeg 600w, https://www.tristyle.at/wp-content/uploads1/2018/04/IMG_6669-e1524861671736-768x1024.jpeg 768w, https://www.tristyle.at/wp-content/uploads1/2018/04/IMG_6669-e1524861671736-800x1067.jpeg 800w, https://www.tristyle.at/wp-content/uploads1/2018/04/IMG_6669-e1524861671736.jpeg 960w" sizes="(max-width: 245px) 100vw, 245px" /></p>
<h3 class="Text" style="line-height: 150%;"><span lang="DE">Neues Umfeld, gleiche Ziele </span></h3>
<p class="Text" style="line-height: 150%;"><span lang="DE">Ich habe mir bei meinem Umzug nach Dänemark anfangs Zeit genommen, Laufstrecken zu suchen und mich in einem guten Fitnesscenter anzumelden. Per E-Mail habe ich Lissi genau erklärt, welche Möglichkeiten ich zum Trainieren habe. Zum Berglaufen ist man in Dänemark nicht gerade am richtigen Ort und auch das Klima ist wesentlich kälter als in Wien. Trotzdem wollte ich es schaffen, mich bestens für die Berglauf-Saison im Sommer 2018 in Österreich vorzubereiten. Ich nutzte einige Trailrunning Wettkämpfe von Oktober bis April als harte Trainingseinheiten für das Gelände und lief sonst auch weiterhin die Distanzen und Umfänge wie gewohnt. Die fortlaufende Trainingsbetreuung war eine große Hilfe um trotz neuem Studium und neuer Stadt mit dem Lauftraining weiterhin am Ball zu bleiben. Wichtig war aber immer die wöchentliche oder zweiwöchentliche Kommunikation per E-Mail oder Telefon um abzuklären wie es mir beim Training geht, wie meine Zeiteinteilung in den nächsten Wochen aussieht und welche Wettkämpfe ich geplant habe. Was sich in der Vergangenheit vor allem bewährt hat, war ein gemeinsamer Laktattest kurz vor der Abreise. Damit hatte Lissi meinen genauen Trainingsstand parat, und konnte den Plan noch besser auf meine Leistung einstellen, egal wo ich war. Es gehörte für mich natürlich auch immer die Eigeninitiative dazu, mir dänische Wettkämpfe auszusuchen, bei denen ich teilnehmen wollte, mir die perfekten Orte für das Training zu suchen und dabei Absprache mit Lissi zu halten. </span></p>
<p class="Text" style="line-height: 150%;"><span lang="DE"><img decoding="async" class="size-medium wp-image-11390 alignleft" src="https://www.tristyle.at/wp-content/uploads/2018/04/meli-plank-251x300.jpg" alt="" width="251" height="300" srcset="https://www.tristyle.at/wp-content/uploads1/2018/04/meli-plank-200x239.jpg 200w, https://www.tristyle.at/wp-content/uploads1/2018/04/meli-plank-251x300.jpg 251w, https://www.tristyle.at/wp-content/uploads1/2018/04/meli-plank-400x478.jpg 400w, https://www.tristyle.at/wp-content/uploads1/2018/04/meli-plank-600x717.jpg 600w, https://www.tristyle.at/wp-content/uploads1/2018/04/meli-plank.jpg 640w" sizes="(max-width: 251px) 100vw, 251px" /></span></p>
<h3 class="Text" style="line-height: 150%;"><span lang="DE">Abgestimmtes Training immer und überall </span></h3>
<p class="Text" style="line-height: 150%;"><span lang="DE">Im November kam dann die Überraschung: Ich plante für Jänner eine sechswöchige Reise nach Thailand und dann auf die Philippinen und Indien. Und weil ich immer auf der Suche nach neuen Abenteuern bin, wurde das Tristyle-Shirt gleich für einen Halbmarathon auf den Philippinen eingepackt. Früh genug konnten Lissi und ich dann besprechen, wie ich in Asien aufgrund von Klimaunterschieden und Zeitplanung trainieren werde, auch im Hinblick auf spätere Wettkämpfe im Sommer. So erstellte sie mir meinen Plan für Dänemark, um für einen Halbmarathon auf den Philippinen zu trainieren. Verrückt? Ich würde eher sagen so ist das in der heutigen Zeit eben. Auch Läufer sind viel unterwegs, und der Kontakt mit dem Coach kann durch die digitalen Möglichkeiten gut aufrecht erhalten werden. Wenn ich mein näheres Umfeld betrachte, haben viele sportliche Freunde etwa Smartphone Apps zur Trainingsbetreuung. Da freue ich mich innerlich sehr, dass ich in der Ferne eine sehr persönliche, abwechslungsreiche und auf mich abgestimmte Trainingsplanung bekommen kann. Und das Treffen zu Hause in Wien bei einem Heimatbesuch bleibt natürlich nie aus.</span></p>
</div><div class="fusion-clearfix"></div></div></div></div></div><div class="fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-10 nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling fusion-equal-height-columns" style="--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-padding-top:24px;--awb-padding-right:24px;--awb-padding-bottom:24px;--awb-padding-left:24px;--awb-margin-top:48px;--awb-margin-bottom:0px;--awb-background-color:#ebedee;--awb-flex-wrap:wrap;" ><div class="fusion-builder-row fusion-row"><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-13 fusion_builder_column_1_5 1_5 fusion-one-fifth fusion-column-first" style="--awb-bg-size:cover;--awb-margin-bottom:0px;width:20%;width:calc(20% - ( ( 24px ) * 0.2 ) );margin-right: 24px;"><div class="fusion-column-wrapper fusion-flex-column-wrapper-legacy"><div class="fusion-column-content-centered"><div class="fusion-column-content"><div class="fusion-image-element in-legacy-container" style="--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);"><span class=" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-5 hover-type-none"><img decoding="async" width="180" height="180" alt="Melanie Raidl" title="MelanieRaidl" src="https://www.tristyle.at/wp-content/uploads1/2018/06/MelanieRaidl.png" class="img-responsive wp-image-14929" srcset="https://www.tristyle.at/wp-content/uploads1/2018/06/MelanieRaidl-66x66.png 66w, https://www.tristyle.at/wp-content/uploads1/2018/06/MelanieRaidl-100x100.png 100w, https://www.tristyle.at/wp-content/uploads1/2018/06/MelanieRaidl-150x150.png 150w, https://www.tristyle.at/wp-content/uploads1/2018/06/MelanieRaidl.png 180w" sizes="(max-width: 180px) 100vw, 180px" /></span></div></div></div><div class="fusion-clearfix"></div></div></div><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-14 fusion_builder_column_4_5 4_5 fusion-four-fifth fusion-column-last" style="--awb-bg-size:cover;--awb-border-color:rgba(119,132,138,0.2);--awb-border-style:solid;--awb-margin-bottom:0px;width:80%;width:calc(80% - ( ( 24px ) * 0.8 ) );"><div class="fusion-column-wrapper fusion-flex-column-wrapper-legacy"><div class="fusion-column-content-centered"><div class="fusion-column-content"><div class="fusion-text fusion-text-10"><div data-animationtype="fadeInUp" data-animationduration="0.5" data-animationoffset="100%">
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<h3>MelanieRaidl</h3>
<p>Seit acht Jahren ambitionierte Langstreckenläuferin und jagt auch seit kurzem Höhenmeter als Bergläuferin. Trainiert seit vier Jahren bei Tristyle und hat seitdem bei zahlreichen Halbmarathons, Marathons und 10 Kilometer Läufen in Österreich und Ausland teilgenommen. Verbindet gerne ihren Job im Journalismus mit Sportthemen, liebt die Natur, mag gesunde Ernährung und ist seit 5 Jahren Veganerin.</p>
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