Wer an sportliche Leistungsfähigkeit denkt, denkt meist zuerst an Training, Regeneration oder Ernährung. In den letzten Jahren rückt jedoch ein weiterer Faktor immer stärker in den Fokus der Wissenschaft: das Darmmikrobiom.
Gemeint ist damit die Gesamtheit aller Mikroorganismen, die unseren Darm besiedeln — also Milliarden von Bakterien, Pilzen und anderen Mikroben, die in enger Wechselwirkung mit unserem Körper stehen. Lange wurde das Mikrobiom hauptsächlich mit Verdauung in Verbindung gebracht. Heute weiß man jedoch: Es beeinflusst weit mehr — unter anderem das Immunsystem, Entzündungsprozesse, die Energieverfügbarkeit und möglicherweise sogar Regeneration und Belastungsverträglichkeit im Sport.
Gerade für Ausdauerathlet:innen wird das Thema deshalb immer relevanter.

Was genau ist das Mikrobiom?
Das Darmmikrobiom besteht aus einer enormen Vielfalt unterschiedlicher Mikroorganismen. Jeder Mensch besitzt dabei eine individuelle Zusammensetzung — vergleichbar mit einem mikrobiellen Fingerabdruck.
Besonders wichtig ist dabei nicht nur welche Bakterien vorhanden sind, sondern vor allem:
- wie vielfältig das Mikrobiom ist,
- wie stabil es auf Belastungen reagiert,
- und welche Stoffwechselprodukte die Mikroorganismen produzieren.
Ein gesundes Mikrobiom unterstützt unter anderem:
- die Verdauung,
- die Aufnahme bestimmter Nährstoffe,
- die Bildung kurzkettiger Fettsäuren,
- die Darmbarriere,
- und die Kommunikation mit dem Immunsystem.
Tatsächlich befinden sich rund 70 Prozent der Immunzellen in direkter Verbindung mit dem Darm. Deshalb überrascht es nicht, dass Veränderungen im Mikrobiom häufig auch Auswirkungen auf Immunfunktion und Entzündungsprozesse haben.
Warum ist das Mikrobiom für Sportler:innen interessant?
Im Leistungssport steht der Körper regelmäßig unter Stress. Intensives Training bedeutet nicht nur Belastung für Muskeln und Herz-Kreislauf-System, sondern auch für den Darm.
Besonders bei langen oder sehr intensiven Einheiten kann die Durchblutung des Gastrointestinaltrakts deutlich sinken, weil der Körper Blut bevorzugt in Muskulatur und Haut leitet. Zusätzlich wirken mechanische Belastungen — etwa beim Laufen — sowie Hitze, Dehydrierung und hoher Ernährungsstress auf den Darm.
Mögliche Folgen von intensivem Training:
- erhöhte Darmpermeabilität („Leaky Gut“),
- Verdauungsbeschwerden,
- erhöhte Entzündungsmarker,
- und teilweise eine beeinträchtigte Immunfunktion.
Viele Ausdauerathlet:innen kennen Symptome wie:
- Blähungen,
- Bauchkrämpfe,
- Durchfall,
- Übelkeit,
- oder erhöhte Infektanfälligkeit in intensiven Trainingsphasen.
Ein stabiles und diverses Mikrobiom könnte hier eine wichtige Schutzfunktion übernehmen.

Was bedeutet eigentlich „diverses Mikrobiom“?
In der Forschung gilt eine hohe mikrobielle Vielfalt meist als positives Zeichen. Das bedeutet: Je mehr unterschiedliche „gute“ Bakterienstämme vorhanden sind, desto robuster reagiert das System oft auf Stress, Ernährungsschwankungen oder Belastungen.
Ein diverses Mikrobiom wird unter aderem mit folgenden Faktoren in Verbindung gebracht:
- besserer Darmbarriere,
- geringerer Entzündungsaktivität,
- stabilerer Immunfunktion,
- und möglicherweise besserer metabolischer Flexibilität.
Interessanterweise zeigen Untersuchungen auch, dass körperlich aktive Menschen häufig ein vielfältigeres Mikrobiom besitzen als inaktive Personen — wobei hier natürlich viele Faktoren wie Ernährung und Lebensstil mit hineinspielen.
Kann Sport dem Darm auch schaden?
Grundsätzlich wirkt regelmäßige Bewegung eher positiv auf das Mikrobiom. Problematisch wird es meist dann, wenn Belastung, Stress und Regeneration langfristig nicht mehr im Gleichgewicht sind.
Diese Faktoren können den Darm belasten:
- sehr hohe Trainingsumfänge,
- chronischer Stress,
- Schlafmangel,
- häufige Wettkämpfe,
- restriktive Ernährung,
- oder zu geringe Energiezufuhr
Besonders Ausdauerathlet:innen kennen das Phänomen, dass in intensiven Trainingsphasen plötzlich Verdauungsprobleme auftreten oder Infekte häufiger werden. Das bedeutet nicht, dass Sport „schlecht“ ist — sondern vielmehr, dass auch der Darm Regeneration und Unterstützung benötigt.
Wie kann man das Mikrobiom unterstützen?
Es macht Sinn als Sportler:in auf das Mikrobiom zu achten und es zu unterstützen, hier sind die wichtigsten Faktoren für ein diverses Mikrobiom zusammengefasst:
Fazit: Der Darm als unterschätzter Leistungsfaktor
Das Mikrobiom ist weit mehr als nur ein Verdauungsthema. Gerade im Sport spielt der Darm eine zentrale Rolle für:
- Immunfunktion,
- Belastungsverträglichkeit,
- Regeneration,
- und allgemeines Wohlbefinden.
Ein diverses und stabiles Mikrobiom entsteht dabei nicht durch ein einzelnes „Superfood“, sondern vor allem durch:
- langfristig abwechslungsreiche Ernährung,
- ausreichend Regeneration,
- sinnvolles Stressmanagement,
- und einen insgesamt gesunden Lebensstil.
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Denn am Ende beginnt Leistungsfähigkeit oft dort, wo man sie lange unterschätzt hat: im Darm.

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Elisabeth Niedereder
…ist ehemalige Profisportlerin und 26fache Staatsmeisterin, Sportwissenschaftlerin (Bakk.rer.nat.), Klinische Ernährungsmedizinerin (MSc) und erfahrene Trainerin. Sie ist Gründerin & Inhaberin von Tristyle und der Tristyle Academy. Ihre Erfahrungen und ihr umfangreiches Wissen gibt sie immer wieder gerne in Form von informativen Blogartikeln weiter.
