Mein Ironman 70.3 in St. Pölten

Georg Jeschko berichtet von seinem Ironman 70.3 in St.Pölten – dieser Blogbeitrag ging ursprünglich als Email an seine Trainerin Elisabeth Niedereder, aber da es so authentisch und ehrlich geschrieben war, haben wir uns gedacht, wir müssen es mit allen Triathlonbegeisterten teilen :-):

„Also es mir sehr gut gegangen, es war ein super Erlebnis, bei einem tollen Event. Alles hat super gepasst, von den Leuten und auch vom Wetter.

Geschlafen habe vor dem Wettkampf nicht besonders, weil ich um 04:30  aufstehen musste und natürlich alle möglichen Dinge geträumt habe, die noch schiefgehen können und eine Teilnahme verhindern hätten können. 😉

Vor allem weil ich beim Aktivieren am Vortag noch einen Patschen am anderen Rad hatte und man wegen 30min jetzt kein Handy oder gar einer Ersatzschlauch mitnimmt

Nervös war ich anfangs auch, aber mit Jochen (Anm. Jochen Gold – auch ein fleißiger Tristyler) und einem zweiten Freund mit St.Pölten Erfahrung haben wir die Zeit bis zum Schwimmstart dann recht lustig verbracht.

Ab dem Zeitpunkt als ich ins Wasser gekommen bin, war die Nervosität sofort weg. Ich habe mich, allerdings unabsichtlich, in eine schnellere Startwelle eingetragen als die anderen. Im Nachhinein war das aber gar nicht schlecht, weil ich bin nach 39+ min aus dem Wasser gekommen.

Ich hab mir vorher vorgenommen es in der Wechselzone ruhig anzugehen und nicht irgendwas falsch zu machen oder zu vergessen. Das hab ich auch so gemacht.

Dann ab aufs Rad und auf der S33 dahin, allerdings anfänglich mit Schmerzen in den Adduktoren. Woher auch immer. Die sind aber nach ca.20km weggegangen.

Dann Krustetten rauf, nicht so schlimm, und runter in die Wachau, der Donau entlang mit leichten Rückenwind. Da lacht jedem Radfahrer das Herz. Danach Aggsbach rauf nach Gansbach, wo es schon recht lang bergan geht, aber da ich wusste was auf mich zukommt und so war es OK. Dann Vollgas wieder Richtung St.Pölten. Beim Bergabfahren und in den Kurven erkennt man dann ob die Athleten vom Laufen zum Triathlon gekommen sind, oder vom Radfahren 😉

Nach 3:01+ vom Rad auf die Laufstrecke, ohne Stress in der Wechselzone. Da war es dann aber doch schon einigermaßen warm. Das Laufen war das Schwierigste für mich, bin dann auch total unregelmäßig geworden (mal Pace 5:30 dann fast 7:00, dann wieder 5:30), in der zweiten Runde wurde mir dann klar, dass ich hier durchkommen werde und wenn ich auf allen Vieren durchs Ziel krieche. Das hat mich dann so gepushed, dass die letzten Kilometer eigentlich verflogen sind. Dann bin ich der Altstadt am Kopfsteinplaster noch einmal umgeknöchelt, aber der Schmerz ist auch wieder vergangen. Man sieht auf der Laufstrecke dann auch die Athleten wieder, die vom Laufen zum Triathlon gekommen sind 😉 Laufzeit 2:05+

Der Zieleinlauf war der Hammer! Wirklich viele Leute auf der Tribüne, Musik, der Moderator kündigt Dich mit dem Namen an und klatscht ab. Dazu Cheerleader und so. Echt sehr leiwand! Endzeit: 6.00.16.

Da hab ich mir dann gedacht: Diese 16 Sekunden hätte ich mir beim Schuhe zubinden locker holen können!

Alles in Allem ein toller Tag, den ich, nicht nur wegen dem Sonnenbrand auf den Schultern, lange nicht vergessen werde. Schade, dass Du nicht dabei warst.

Dank Deines perfekten Plans, den ich ja, fast sklavisch, eingehalten habe, war ich super vorbereitet, hatte keinerlei Probleme mit Krämpfen oder so und hätte am Rad vielleicht noch ein wenig härter fahren können.

Dafür vielen vielen Dank, so macht es wirklich Spaß.“

2018-05-30T15:23:35+00:00

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