Peter Prisching„Verdammt jetzt war ich gerade in Topform!“ Das war mein erster Gedanke nachdem mein nächstes Event, der Zypern Halbmarathon abgesagt wurde. Der Wettkampf war eigentlich nur als Vorbereitung auf den Berlin Halbmarathon Anfang April gedacht, sollte aber richtungsweisend sein, wie gut die Form ist. Ein paar Tage später stellte sich dann heraus, dass die Situation wirklich kritisch ist und mehr oder weniger alle (Sport)Veranstaltungen vorerst einmal ausfallen, aber die Geschichte ist ja bekannt.
Nunja, im ersten Moment ist das natürlich ein Schock, da man doch einige Monate auf diese Bewerbe, sei es nun ein Halbmarathon, Marathon, Triathlon,… hin trainiert hat und den ganzen Winter sich auf diese Ereignisse vorbereitet und in gewisser Weise auch fokussiert hat und mit einem Schlag ist alles gestrichen!
Im ersten Moment war ich, wie wahrscheinlich die meisten, sehr enttäuscht beziehungsweise damit auch deprimiert, da plötzlich kein wirkliches Trainingsziel mehr da war. Die darauffolgenden Tage nutzte ich daher und spulte anstatt der gewohnten Laufkilometer einmal einige Kilometer am Rennrad ab. Weiters, dachte ich mir, dass es nun sowieso egal ist und dadurch gleich einmal die ganzen Süßigkeiten aufaß, auf welche wochenlang verzichtet wurde (Das fiel gleich mal mit +2kg in einer Woche auf der Waage auf). Ich denke, dass man hier auch einmal einen Gang nun zurückschalten kann und einige Wochen eine ruhigere Phase einlegen kann, um einerseits wieder voll zu Kräften zu kommen, aber auch in dieser nicht einfachen Zeit einmal mehr Zeit mit der Familie und anderen Dingen zuhause aufzuwenden, die normalerweise viel zu kurz kommen. Daher habe ich mir nun über auch viel Zeit zum aussortieren der alten Sportsachen genommen um nun auch wieder aufgeräumt durchstarten kann.

Die Motivation finden

Es ist sicher nicht für jeden hier gleich einfach die Motivation zu finden, aber ich denke man kann diese Situation nun auch als Chance sehen, einen noch größeren Sprung zu machen. Aktuell ist es sicher auch nicht sinnvoll mit 100% weiter zu trainieren, sondern vielleicht einmal einen Gang zurück zu schalten. Auch wir Sportler sind hier sicher nicht unverwundbar und wir alle kennen jemanden der jetzt sicher Hilfe mit dem Einkauf oder anderen Dingen im Leben benötigt.
Auch deshalb kann ich nun wieder Kraft schöpfen und mich auf die nächsten Ziele vorbereiten, auch wenn es aktuell noch zu früh ist ein Ziel zu finden. Ich muss mir aber dabei immer denken, dass ich das ganze Training nicht für andere mache, sondern lediglich für mich selbst und, dass das wichtigste ist gesund zu bleiben! Dadurch ist meine aktuelle Motivation auch darin ein geregeltes, aber etwas lockeres Training zu machen, aber dennoch schon mit voller Vorfreude in die Zukunft zu blicken und in einigen Monaten irgendwo wieder am Start stehen und dann voll fit und gesund mit vielen anderen zu laufen.

Etwas Spaß im Training

Peter PrischingDa es dann irgendwann dennoch etwas langweilig wird hab ich mir nun auch ein paar Spaß Einheiten gemacht. So ging es vorige Woche einmal ein paar hundert Meter direkt durch den Fluss. Die Laufsachen waren dadurch wohl komplett durchnässt aber die Abwechslung sollte ja hier auch nicht zu kurz kommen. Eine weitere tolle Möglichkeit sind hier die zahlreichen Online-Trainings wie Tristyle-your-Body. Aber auch zahlreiche Apps bieten die Möglichkeit hier nun in der nächsten Zeit kostenlose Bodyweight Trainings zu machen und sich so fit zu halten, was mir immer besonders Spaß macht, da man sich auch hier mit anderen gut vergleichen kann.
Ich hoffe deshalb, dass ihr alle genauso viel Spaß im Training habt und die nächsten Wochen und Monate gesund übersteht und dadurch richtig viel Kraft tankt. Auch wenn die Grenzen aktuell sehr eng gesteckt sind, Kreativität und Spaß geht immer 😉

#stayathome
Peter Prisching

Peter Prisching

…ist immer auf der Suche nach neuen Reizen. Er versuchte sich in den verschiedensten Sportarten vom Rennradfahren, über Crossfit, bis hin zum Skitourengehen. Nach einigen Jahren als Hobbyläufer packte ihn im Jahr 2019 das Marathonfieber. Mit dem Debüt beim Berlin Marathon in 2:45h war die Entscheidung klar, dass es Zeit war, neue Akzente zu setzen und er wurde Tristyle Athlet. Er beschreibt sich selbst mit den Worten: „teilweise etwas sportsüchtig und einer der nie genug Training bekommen kann, nie zu bremsen, aber immer mit Humor in der Gruppe unterwegs“. Wir sind froh, dich an Bord zu haben lieber Peter 🙂